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Medienbericht: Wegen zu strenger Ernährung? Bayern-Stars wollten Tuchel offenbar nicht als Trainer

Dass Thomas Tuchel nicht Trainer des FC Bayern München wird, scheint mittlerweile klar zu sein. Unklar waren bislang die Hintergründe der gescheiterten Zusammenarbeit. Die "Bild" will wissen, dass die Spieler des Rekordmeisters sich gegen den Trainer ausgesprochen haben.

Thomas Tuchel im BVB-Dress auf dem Trainingsplatz

Thomas Tuchel befindet sich nicht mehr im Visier der Bayern. Die Mannschaft sprach sich gegen ihn aus. 

DPA

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der Deal zwischen Thomas Tuchel und dem FC Bayern vor allem wegen der Spieler des deutschen Rekordmeisters letztendlich nicht zu Stande kam. Demnach habe sich ein Großteil der Mannschaft gegen den heißesten Anwärter auf den ab Sommer vakanten Trainerposten ausgesprochen.

Überraschend wäre das nicht, wenn man bedenkt, dass Tuchel schon zu Dortmunder Zeiten Probleme im zwischenmenschlichen Verhalten mit der Mannschaft gezeigt hat. Auch Mats Hummels dürfte sich wohl daran erinnert haben. Er und Tuchel pflegten beim BVB kein gutes Verhältnis.

Thomas Tuchel und das Thema Ernährung

Die Bayern-Stars sorgten sich offenbar, dass Tuchel "mit seiner akribischen Art nerven könnte". Damit sind wohl vor allem Tuchels penible Ernährungsvorgaben gemeint, die er schon zu Amtszeiten beim BVB und in Mainz als eine der höchsten Prioritäten ausgerufen hatte. Der gebürtige Krumbacher erwartet von seinen Spielern eine disziplinierte Diät, die vor allem den Verzicht auf Fast Food und Süßigkeiten beinhaltet. Auch eine kohlenhydratarme Ernährung ist ihm wichtig. Die Spieler des FCB befürchteten also womöglich, dass Tuchel das Thema Ernährung zum Dogma bei den Münchnern macht. Darauf hatte die Mannschaft dem Bericht zufolge wohl keine Lust.

Thomas Müller: Deutschsprachiger Trainer kein Muss

Nationalspieler Thomas Müller sagte ein einem Interview mit "Sky", dass die vom Vorstand vorgegebene Bedingung, der neue Trainer müsse deutschsprachig sein, nicht zwingend erforderlich ist: "Ob man sich mit Händen und Füßen oder auf welchen Sprachen auch immer unterhält, die Kommunikation mit der Mannschaft muss einfach funktionieren. Und das ist sicher auch auf vielen Wegen möglich.“

Zuletzt galten unter anderem Niko Kovac und Ralph Hasenhüttel als wahrscheinlichste Kandidaten für den Trainerposten. Ob deren Vereine sie ziehen lassen, ist eine andere Sache. Liverpool-Coach Jürgen Klopp und Shooting-Star Julian Nagelsmann werden wohl nicht Nachfolger von Jupp Heynckes werden. Ihre Projekte beim FC Liverpool beziehungsweise bei der TSG Hoffenheim scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein, zudem sind beide vertraglich gebunden. 

fk

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