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Trainerwechsel: Felix Magath wird Bayer

Nach Informationen des "Kicker" ist der Wechsel von Felix Magath zum FC Bayern zur nächsten Saison perfekt. Nur noch die Transferdetails müssen demnach geklärt werden.

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld wird am Ende der Saison nach sechs Jahren den FC Bayern verlassen müssen. "Perfekt! Felix Magath kommt ab Juli zum FC Bayern", meldet der "kicker". Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart und Bayern München hätten sich demnach vor dem samstäglichen Spiel grundsätzlich auf einen vorzeitigen Wechsel von Felix Magath an die Isar geeinigt.

Die genauen Transferdetails sollen nach dem letzten Spieltag geklärt werden, wird VfB-Präsident Erwin Staudt zititert. Das Dementi des Bayern-Pressesprechers Markus Hörwick klingt nur noch lau: "Dinge sind perfekt, wenn der FC Bayern etwas bekannt gibt."

Um eine schmachvolle Entlassung von Ottmar Hitzfeld, des erfolgreichsten Bayern-Trainers der letzten Jahre, wird der FC Ruhmreich nach Informationen der Münchner "Abendzeitung" nicht herumkommen. Der Lörracher Coach denkt demnach nicht an einen Rücktritt. "Den Gefallen tue ich denen nicht, dass ich zurücktrete. Da müssen sie mich schon rausschmeißen", wird er zitiert.

Wird Felix Magath bei den Bayern scheitern?

Direkt nach dem desaströsen Auftritt der Bayern-Mannschaft im Schwabenlande war Franz Beckenbuer, Übervater der Münchner, erneut der Kragen geplatzt: "Seit Jahren haben wir den besten Kader, aber die spielen immer schlechter. Wir müssen uns zusammensetzen, und dann muss man erklären, wieso die Mannschaft ihr Potenzial nicht abrufen kann", sagte er dem "kicker".

Gegen die Behauptung, er mache mit seinen Wortmeldungen eine einheitliche Linie in der Hitzfeld-Debatte zunichte und setze die Vorstände unnötig unter Druck, bewahrte er sich. Er könne zwar in seiner Funktion als Aufsichtsratvorsitzender die Trainerfrage nicht entscheiden, aber es sei seine Aufgabe, die Probleme deutlich zu benennen: "Der Aufsichtsrat hat die Pflicht zu beaufsichtigen. Deshalb heißt er ja Aufsichtsrat."

Eigentlich hat sich Beckenbauer als Präsident des Gesamtvereins und AG-Aufsichtsratschef seit der Münchner AG-Gründung 2002 aus dem Tagesgeschäft des Profi-Fußballs praktisch zurückgezogen und die Verantwortung den Vorständen Rummenigge und Hoeneß überlassen.

Nun aber ist klar geworden, wie unzufrieden der "Kaiser" mit den Entwicklungen bei den Bayern ist - und wie schwer sein Wort in der Öffentlichkeit immer noch wiegt. Obwohl die Münchner erst in der Vorsaison das Double aus überlegenem Meistertitel und Pokalsieg geschafft hatten, mäkelte Beckenbauer zuletzt in Zürich im Vorfeld der WM-Vergabe 2010: "Auch der Vorstand hat eingesehen, dass wir uns ein weiteres Jahr mit diesem Fußball nicht leisten können. Das wäre dann das dritte Jahr in Folge. Das ist zu viel." Für Beckenbauer sind die Titel nach eigenen Angaben nicht so wichtig. Sondern: "Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat uns gestört."

Willkommen in München, Felix Magath.

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