Uefa-Cup Bremen will Oranje-Angriff stoppen


Trotz Ausfällen in der Defensive geht Werder Bremen optimistisch in das Rückspiel des Uefa-Cup-Viertelfinales gegen Alkmaar. Allerdings: Für das Weiterkommen ist ein Sieg notwendig. Leverkusen steht nach der 0:3-Pleite gegen Osasuna im Hinspiel vor dem Aus.

Werder strebt gegen den AZ Alkmaar auch ohne seinen Abwehrspieler Per Mertesacker die dritte Halbfinal-Teilnahme nach 1988 und 1990 an. Leverkusen will sich nach der 0:3- Heimpleite gegen CS Osasuna in Spanien ganz teuer verkaufen. "Wunder gibt es immer wieder, aber unsere Chancen liegen bei ein Prozent", sagte Nationalspieler Bernd Schneider.

Bei den Bremern fällt Mertesacker erstmals nach seinem Debüt am 27. September 2006 gegen den FC Barcelona und 33 Pflichtspielen in Folge wegen einer Meniskusoperation aus. Aber nicht nur deshalb sind die Sorgen in der Defensive der Bremer groß. Neben Mertesacker fehlen Pierre Womé und Christian Schulz verletzungsbedingt. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass der Finne Petri Pasanen links in die Vierkette rückt und Jurica Vranjes an der Seite des Brasilianers Naldo die Torfabrik der Niederländer (77 Liga-Tore) stoppen soll. Pasanen zeigte sich vor dem Spiel selbstbewusst: "Jeder sollte wissen, was ich kann". Die Mitspieler vertrauen dem 26 Jahre alten Defensivspieler. "Er hat doch schon bewiesen, dass er das kann", sagte Torhüter Tim Wiese.

Tim Borowski vor Comeback im Werder-Dress

Werder-Trainer Thomas Schaaf hielt sich bei der Aufstellung bedeckt. "Wir haben verschiedene Möglichkeiten", sagte der Coach. Sollten Pasanen und Vranjes die Plätze in der Viererkette einnehmen, spricht vieles für ein Comeback von Nationalspieler Tim Borowski. Nach längerer Verletzungspause brennt der WM-Held auf einen Einsatz: "Ich bin sehr optimistisch, dass ich wieder dabei sein und die Mannschaft unterstützen kann", sagte der Mittelfeldspieler.

Das 0:0 aus dem Hinspiel - ein für beide Teams untypisches Ergebnis - wiegt die Bremer nicht in Sicherheit. "Das ist eine gefährliche Situation", sagte Schaaf. Die Bremer benötigen zum Weiterkommen ein Tor. Top-Stürmer Miroslav Klose wartet seit 1122 Minuten auf ein Erfolgserlebnis, und der Schwede Markus Rosenberg, zuletzt Matchwinner in der Bundesliga, ist im Uefa-Cup gesperrt. Die Hoffnungen ruhen auf Hugo Almeida. Der Portugiese bewies in den Runden zuvor jene Treffsicherheit, die das Team von Alkmaars Trainers Louis van Gaal bei der Generalprobe (4:1 in Breda) zeigte.

Leverkusen macht sich keine Illusionen

Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser macht sich über ein Weiterkommen keine Illusionen, fordert aber auch mit Rückblick auf das 1:4 gegen den VfL Bochum zur Schadensbegrenzung auf: "Wir haben einen Ruf zu verlieren und wollen das Spiel nicht herschenken", sagte Holzhäuser. Auch Sportdirektor Rudi Völler sorgt sich um das angekratzte Image des Bundesliga-Fünften und forderte die Profis auf, stolz wie die Spanier aufzutreten: "In Pamplona wollen wir erhobenen Hauptes den Platz verlassen."

Trainer Michael Skibbe will einige Spieler schonen. "Es wird auf vier bis fünf Positionen Veränderungen geben. Für die letzten Bundesliga-Spiele brauchen wir fitte Leute", kündigte der Bayer-Coach an. Rotsünder Stefan Kießling, der nach seinem Platzverweis gegen Bochum ebenso wie Spielmacher Bernd Schneider (5. Gelbe Karte) für das nächste Bundesligaspiel beim FC Bayern München gesperrt ist, werden in Pamplona jedoch mitwirken. Dafür sollen Karim Haggui und der verletzte Juan sowie Simon Rolfes ersetzt werden.

Peter Hübner und Andreas Schirmer/DPA DPA

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