HOME

Uefa-Cup: Hertha und Stuttgart siegen trostlos

Im Uefa-Cup musste Hertha BSC bei Regen vor einer Geisterkulisse gegen Halmstads BK ran, Stuttgart in Frankreich gegen Rennes. Beide Bundesligisten erfüllten glanzlos ihre Aufgaben.

Der VfB Stuttgart hat einen erfolgreichen Start in die Gruppenphase des Uefa-Pokals hingelegt, seine Fans aber einmal mehr nicht überzeugen können. Durch späte Tore des Dänen Jon Dahl Tomasson (87. Minute) und von Danijel Ljuboja (90./Foulelfmeter) gewannen die Schwaben bei Stade Rennes glücklich mit 2:0 (0:0) und machten damit einen ersten kleinen Schritt aus ihrer sportlichen Krise.

Vor 22.847 Zuschauern ließ der Tabellen-Neunte der Fußball-Bundesliga vor allem in der Offensive viele Wünsche offen und hatte großes Glück, dass Utaka (81.) die größte Chance zum Siegtor für die Franzosen kläglich vergab. Im zweiten Spiel der Gruppe G treffen die Schwaben am 3. November im Gottlieb-Daimler-Stadion auf Schachtjor Donezk.

Gegen die mit 22 Gegentoren schwächste Abwehr der französischen Meisterschaft fand der VfB den Schlüssel zum Erfolg erst spät. Die von Trainer Giovanni Trapattoni nach dem dürftigen Remis gegen Mönchengladbach auf vier Positionen veränderte Mannschaft präsentierte sich erneut nicht wie ein eingespieltes Team. Vor allem im Angriff blieb bei den häufig mutlos wirkenden Schwaben vieles Stückwerk.

Hertha müht sich zum Sieg

Beim einem Geisterspiel in Göteborg rettete Andreas "Zecke" Neuendorf Hertha BSC ebenfalls einen erfolgreichen Einstieg in die Gruppenphase des Uefa-Cups. Trotz einer schwachen Vorstellung stoppten die Berliner am Donnerstag mit einem glanzlosen 1:0 (0:0) bei Halmstads BK den jüngsten Abwärtstrend mit zwei Niederlagen in der Bundesliga.

Beim entscheidenden Treffer von Neuendorf in der 67. Minute half der biedere schwedische Meisterschafts-Zehnte sogar noch kräftig mit, als Dusan Djuric eine Hereingabe von Neuendorf ins eigene Tor abfälschte. Riesenglück hatten die Berliner in der 88. Minute, dass der freistehende Andreas Johansson den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Damit geht die Mannschaft von Trainer Falko Götz mit dem ersehnten Erfolgserlebnis in die fünfwöchige Europacup-Pause bis zum Heimspiel am 24. November gegen RC Lens.

Gerade einmal 2136 Zuschauer verloren sich bei strömendem Regen im riesigen Ullevi-Stadion, wohin die Kicker aus dem 110 Kilometer entfernten Halmstad mangels Rasenheizung in der eigenen Arena ausweichen mussten. Die Unentwegten, darunter 250 Hertha-Fans, wurden für ihr Kommen aber nicht belohnt. Die 22 Akteure passten sich mit einer trostlosen Darbietung den äußeren Bedingungen an.

DPA / DPA

Wissenscommunity