Uefa-Cup Nullnummer für Frankfurt


Eintracht Frankfurt traf gegen Newcastle United das Tor nicht und muss um den Einzug in die Zwischenrunde bangen. Bei dem 0:0 erspielten die Hessen sich zahlreiche Chancen - doch im Strafraum flatterten die Nerven.

Nach einer Nullnummer gegen Newcastle United steht Eintracht Frankfurt im UEFA-Pokal kurz vor dem Aus. Trotz drückender Überlegenheit und zahlreicher Chancen verpasste der Fußball-Bundesligist den erhofften Heimsieg und muss im Gruppen- Finale am 13. Dezember bei Fenerbahce Istanbul unbedingt gewinnen, um die Zwischenrunde doch noch zu erreichen. Vor 47.000 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena, unter ihnen rund 1500 englische Fans, scheiterten die Hessen am eigenen Unvermögen.

Als krasser Außenseiter an den Bosporus

Mit mageren zwei Punkten aus drei Spielen reist die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nun als Tabellenletzter und krasser Außenseiter an den Bosporus. "Die Mannschaft hat sehr, sehr gut gespielt. Mehr als heute Abend kann man einfach nicht machen. Wenn wir unsere Torchancen nutzen, dann gewinnen wir", sagte der Coach. Fünf Minuten vor Ultimo vergab Naohiro Takahara die Riesenchance zum hochverdienten Erfolg, als er den Ball völlig freistehend aus zwölf Metern über das Tor hob.

Nach einer Startphase ohne Höhepunkte erwärmte die Eintracht ihre frierenden Fans mit den ersten zaghaften Offensivbemühungen: Ioannis Amanatidis, einzige Sturmspitze in der Frankfurter Elf, sprang nur knapp an einer Flanke von Takahara vorbei (11.). Wenig später musste sogar Newcastles Sturmspitze Antoin Sibierski mit letztem Einsatz vor Marko Rehmer (12.) klären. Gleich zwei Mal innerhalb von 60 Sekunden lag das 1:0 in der Luft, doch nach Flanken des starken Markus Weissenberger scheiterten die freistehenden Albert Streit (25.) und Amanatidis (26.) mit Kopfbällen aus Nahdistanz. Der Grieche zielte aus 15 Metern nur knapp daneben (31.).

Chancen für drei Spiele

"Natürlich muss mein Kopfball ins Tor. Aber hätten wir alle unsere Chancen heute genutzt, dann geht das Spiel 4:0 oder 5:0 aus", meinte Streit. Der Bundesliga-Elfte hatte Chancen für drei Spiele - nur die letzte präzise Aktion fehlte. Irlands Nationaltorhüter Shay Given hatte alle Hände voll zu tun; auf der Gegenseite stand die Eintracht-Abwehr bei den wenigen Kontern der Engländer sicher und ließ kaum Chancen zu. So hatte der Tabellen-17. der Premier League vor der Pause nur eine Chance: Ein Freistoß des Türken Emre segelte knapp am Tor von Markus Pröll vorbei (45.), der den Hessen zehn Minuten vor Schluss mit einer Glanztat gegen Emre den Punkt rettete.

Zur Stärkung der Offensive hatte Funkel diesmal Benjamin Köhler den Vorzug vor Michael Fink gegeben; Weissenberger ersetzte den gesperrten Mittelfeldregisseur Alexander Meier. Nach gefälligem Kombinationsspiel im Mittelfeld waren die Gastgeber im Strafraum mit ihrem Latein am Ende. Streit und der später verletzt ausgeschiedene Amanatidis rutschten am Fünf-Meter-Raum am Ball vorbei (50.), Streit vergab erneut (52.). Nach gut einer Stunde wären die Frankfurter für ihre mangelnde Cleverness fast bestraft worden: Einen Kopfball des Franzosen Sibierski konnte Sotirios Kyrgiakos gerade noch vor der Linie wegschlagen.

Eric Dobias/DPA DPA

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