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Uefa: Platini will die Revolution

Nur noch drei Mannschaften pro Land für die Champions-League, eine Torkamera soll den Schiedsrichter unterstützen: Michel Platini, der sich um das Amt des Uefa-Präsidenten bewirbt, hat sich viel vorgenommen - und spricht darüber im stern-Interview.

Michel Platini will den europäischen Fußball stark verändern, falls er zum Uefa-Präsidenten gewählt wird. In einem Interview mit dem stern sagte der ehemalige Kapitän der französischen Nationalmannschaft: "Ich will nicht alles ändern, aber einiges, was meiner Meinung nach nicht gut läuft." Der 51 Jahre alte Franzose kandidiert beim Uefa-Kongress im Januar in Düsseldorf gegen den seit 16 Jahren als Uefa-Präsident amtiertenden Schweden Lennart Johansson.

Seit Monaten buhlt Platini um die Stimmen der kleinen Verbände, vor allem aus Osteuropa. Er versucht sie mit dem Versprechen zu ködern, dass künftig maximal drei Mannschaften pro Land in der Champions League antreten können. "Ich finde vier Klubs aus einem Land einfach zu viel", sagte Platini im Hinblick auf große Verbände wie England, Italien oder Spanien, die jeweils bis zu vier Teams stellen.

Konfrontation mit G14 programmiert

Platinis Reform würde den Vereinen kleinerer Länder mehr Geld bringen. "Wenn das Geld aus der Champions League nicht immer an dieselben Klubs geht, sondern auch polnische, rumänische oder bulgarische Vereine davon mehr bekommen, erhöhen wir doch den Wettbewerb. Diese Klubs können sich bessere Spieler leisten, sie spielen gegen die Stars von Real oder Chelsea, machen damit ihre Fans glücklich, können ihre Stadien modernisieren, den Fußball in ihren Ligen entwickeln."

Mit seinen Reformplänen geht Platini auf Konfrontationskurs zur G14, der Lobby der 18 wichtigsten Klubs in Europa. "Ich bewundere die großen Klubs, aber nicht eine solche Vereinigung." Die G14 sei eine Gruppierung, die den Fußball bestimmen möchte - "das kann ich nicht akzeptieren". Die Champions League gehöre nicht der G14 allein. Er sei zwar gegen diesen Interessenverbund, aber bereit, mit den großen Klubs zusammenzuarbeiten.

Torkameras sollen Schiedsrichtern helfen

Auch auf dem Spielfeld strebt Platini wesentliche Veränderungen an. Er sei zwar gegen den Video-Beweis, damit nicht "Spieler, Trainer und Schiedsrichter jedes Foul oder jedes Abseits am Bildschirm diskutieren", das zerstöre das Spiel. Platini sprach sich aber im stern-Interview für den Einsatz von Torkameras aus.

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