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2:1 im Freundschaftsspiel US-Fans feiern Sieg gegen Deutschland wie einen Titel


Die USA schlagen Deutschland im Freundschaftsspiel, und die Fans freuen sich, den Weltmeister besiegt zu haben. Manch ein Amerikaner glaubt: Der erste US-WM-Titel ist nicht mehr weit entfernt.

Bastian Schweinsteiger stand nach der Niederlage gegen die USA vor den TV-Kameras und sollte die Niederlage erklären. Dabei konnte man den Eindruck gewinnen, dass Schweinsteiger das 1:2 nicht wirklich zu kümmern schien. Der deutsche Kapitän gab dann auch nur kleine Hinweise, warum die DFB-Elf letztlich nichts holte: mangelnde Chancenverwertung und geringere Fitness, nannte Schweini als Gründe. Die meisten Spieler seien zuvor schließlich schon im Urlaub gewesen.

Ganz anders war die Stimmungslage beim US-Team. Jürgen Klinsmanns US-Boys schlugen auf ihrem Europa-Trip am Wochenende zunächst die Niederlande, und dann auch noch den Weltmeister Deutschland. Die Spieler lagen sich auf dem Feld in den Armen, die Fans daheim feierten den Sieg über den Weltmeister - und kommentierten fleißig in den sozialen Netzwerken.

"Wo ist unsere Trophäe?"

"Twitter erupts in patriotism after U.S. soccer team defeats Germany", titelte die Online-Seite Mashable. Zu deutsch: "Auf Twitter bricht der Patriotismus durch nachdem die USA Deutschland geschlagen haben." Und in der Tat feierten US-Fans den Sieg überschwänglich. Dean Lake schrieb auf Twitter: "Heute glauben wir an übertragbares Eigentum. Wo ist unsere Trophäe?" Und Seamus McBundy ist sich sicher: "Wir kommen dem ruhmreichen Tag näher, an dem die USA Fußball-Weltmeister werden und der Rest der Welt in einer Apokalypse von Hinternschmerzen zusammenbricht."

Während die Fans träumten, ordnete Jürgen Klinsmann den US-Sieg deutlich realistischer ein: "Dass wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren, lag vor allem daran, dass wir besser in Schwung sind. Die deutsche Mannschaft muss jetzt gegen Gibraltar gewinnen und das wird sie auch", erklärte der US-Coach, der den Erfolg über seinen "engen Freund" Löw natürlich auch genoss. Uns so konnte auch er sich einen kleinen Jubel-Kommentar nicht verkneifen: "Wir waren ehrgeizig. Wir wollten zeigen, dass wir am Wachsen sind."

Dieser Nutzer ist sich sicher: Die Leistung der US-Männer war beeindruckender als die Leistung von LeBron James in den NBA-Finals.

feh mit DPA

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