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USA und Mexiko Starkes Zeichen in Richtung Trump: Fußballer demonstrieren Einheit

Starkes Zeichen: Die Spieler von Mexiko und den USA zeigen vor der Partie Solidarität
Geste der Solidarität: Die mexikanischen und US-amerikanischen Nationalspieler posierten Arm in Arm für das Teamfoto
© Twitter
Es war eine brisante Partie: Wenige Tage nach der US-Wahl spielten ausgerechnet die USA und Mexiko gegeneinander. Viel wichtiger als das Ergebnis war aber ein Moment vor dem Spiel.

Es war eine klare Botschaft, die die Fußballprofis der beiden Nationalteams von Mexiko und den USA an die Welt senden wollten - und vor allem wohl auch in Richtung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Jürgen Klinsmanns Team musste in der WM-Qualifikation ausgerechnet gegen die Mannschaft des Landes an, das im Wahlkampf Hauptziel der verbalen Angriffe des Republikaners war. Unter anderem hatte Trump scharf gegen mexikanische Einwanderer geschossen, mit massenhafter Abschiebung gedroht und angekündigt, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen zu wollen. Die Spieler beider Mannschaften reagierten auf ihre Weise und demonstrierten vor der Partie Einigkeit: Arm in Arm posierten sie gemeinsam für das Teamfoto.

Die Partie gewann schließlich Mexiko. Nach seinem Tor zum 2:1-Sieg widmete Nationalspieler Rafael Márquez den Erfolg auch den in den Vereinigten Staaten lebenden mexikanischen Migranten. "Vielleicht erleben sie gerade einen schweren Moment, einen Moment der Intoleranz: Mit diesem Sieg können sie vielleicht etwas das vergessen, was gerade hier in den Vereinigten Staaten passiert", sagte er nach Angaben des Portals "lainformacion.com". Zwischenfälle oder negative Rufe gab es im Mapfre Stadium von Columbus nicht.

Kritik an Klinsmanns Taktik

Für die US-Boys war es die erste Heimniederlage in der WM-Qualifikation seit 15 Jahren. Bereits am Dienstag ist ein Erfolg in Costa Rica nun Pflicht, sonst könnte es für die USA eng werden mit der Teilnahme an der WM 2018 in Russland. "Die Bortschaft ist klar", sagt Klinsmann. "Wir brauchen drei Punkte. Wir haben Wut in uns, die wollen wir herauslassen. Wenn wir aber so spielen wie in der zweiten Halbzeit, bin ich nicht besorgt."

Der ehemalige deutsche Nationalspieler war nach dem Spiel wegen seiner Taktik heftig kritisiert worden. Sein Team startete mit einem 3-5-2-System in die Partie, erst nach 25 Minuten und dem 0:1-Rückstand änderte Klinsmann die Formation. Im gewohnten 4-4-2 lief es dann für das US-Team besser, das entscheidende Tor für Mexiko fiel spät - in der 89. Minute.

car

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