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Versteigerung: "Elfer-Spicker" bringt eine Million Euro

Jens Lehmanns Spickzettel sicherte den Deutschen den Sieg gegen Argentinien. Nun kam das legendäre Stück Papier für einen guten Zweck unter den Hammer - und brachte eine Million Euro ein. Nicht ganz so begehrt war der Stift, mit dem die Anweisungen verfasst worden waren.

Der berühmte "Elfmeter-Zettel" von Nationaltorwart Jens Lehmann aus dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien ist für eine Million Euro versteigert worden. Diese Summe bot der Energieversorger EnBW bei der Spendengala "Ein Herz für Kinder" im ZDF. Das Papier, auf dem Torwarttrainer Andreas Köpke mit Bleistift die Namen potenzieller Schützen und Hinweise auf deren Schussverhalten notiert hatte, soll nun als Dauerleihgabe im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt werden. Der von Köpke spontan während der Sendung gezückte Original-Bleistift brachte immerhin noch 3000 Euro ein.

"Recht schwer zu lesen"

"Ich habe den Zettel nach dem Spiel zufällig im Spind liegen sehen und dachte mir, den behalte ich mal", berichtete Lehmann von der Geschichte des fast schon legendären Schriftstücks. Auf einem Block des Berliner Schlosshotels, wo das deutsche Team während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer gewohnt hatte, waren von Köpke die Hinweise notiert worden. Die deutsche Nummer 1 hatte sie vor den argentinischen Elfmeter-Schützen aus seinem Stutzen geholt. "Es war recht schwer zu lesen, da es mit Bleistift geschrieben war", bekannte der Torwart.

Der 37 Jahre alte Lehmann, der am Samstagnachmittag noch beim 2:2 gegen den FC Portsmouth das Tor seines Vereins FC Arsenal gehütet hatte, zog das Stück Papier am Abend aus einem Briefumschlag, legte es auf ein rotes Samtkissen und überreichte es persönlich an EnBW-Arbeitsdirektor Bernhard Beck und den Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen. Im WM-Viertelfinale hatte Lehmann im Elfmeterschießen die Schüsse von Roberto Ayala und Esteban Cambiasso pariert.

DPA / DPA

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