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Vor der Formel-1-WM-Entscheidung Vettel kontert Webbers Attacken


Noch zwei Rennen und die Bullen gehen aufeinander los: Erst kritisierte Red-Bull-Pilot Mark Webber seinen Teamkollegen und Konkurrenten um den WM-Titel in der Formel 1, Sebastian Vettel. Jetzt konterte der Deutsche die Attacke mit klaren Worten.

Sebastian Vettel hat die Attacken seines Teamkollegen Mark Webber im Herzschlagfinale der Formel 1 gekontert. "Ach, er hat schon so einiges gesagt in dieser Saison", sagte der deutsche Titelkandidat im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ergänzte: "Lassen Sie es uns so sehen. Nach dem, was passiert ist im Laufe der Saison, werden wir wohl nie gute Freunde werden."

Webber hatte vor dem vorletzten WM-Rennen am Sonntag in Brasilien (ab 17.00 Uhr im Liveticker von stern.de) unter anderem behauptet, Vettel sei der Liebling des Teams und habe kein übermäßiges Talent. Zudem hatte er gefordert, der elf Jahre jüngere Kollege müsse ihm helfen, obwohl auch Vettel noch Titelchancen hat.

Vettel: Versuche, ihn zu schlagen


"Ich versuche, ihn überall zu schlagen", sagte der deutsche Red-Bull-Pilot: "Aber ich habe kein Problem mit ihm. Ich respektiere ihn als Fahrer. Darüber hinaus will ich nicht ins Detail gehen. Vielleicht sollte ich meine Meinung manchmal für mich behalten, das wäre smarter. Aber ich bin wohl der Letzte, der einen Konflikt sucht, wenn es nicht nötig ist."

Den Vorwurf, vom Team bevorzugt zu werden, wollte der Hesse ebenfalls nicht so stehen lassen: "Ich sehe das nicht so. Das Team gibt uns beiden ein sehr gutes Auto, mit dem wir regelmäßig um Siege fahren können."

Vettel nicht für Webber fahren

>br> Obwohl der aktuelle WM-Vierte es ausschloss, schon am Wochenende für den zweitplatzierten Webber zu fahren, sprach er sich grundsätzlich für Teamorder aus. "Laut Reglement ist sie verboten", sagte Vettel: "Aber wir kennen doch das Spiel. Es steckt viel Geld, viel Macht, unglaublich viel Mühe drin, alles zu optimieren. Wenn jemand die Chance hat, den anderen zu schlagen, dann würde wohl jeder eine Teamorder anwenden."

Die Hoffnung auf einen Motorschaden bei WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, der ausschließlich auf Aggregate mit bereits Laufleistung zurückgreifen muss, wollte Vettel nicht äußern. "Nein. Das wünsche ich keinem meiner Gegner", sagte er und ergänzte schmunzelnd: "Aber ich würde ihn schon annehmen."

Einen Zusammenhang zwischen seiner eigenen Pechsträhne in dieser Saison mit zahlreichen technischen Pannen und seinem Fahrstil sieht Vettel nicht. "Es mag Fahrer geben, deren Fahrstil technische Probleme provozieren. Aber ich zähle mich mit ziemlich hoher Sicherheit nicht dazu", sagte er: "Die einzigen Autos, die ich schlecht behandele, sind Mietautos; und als letztes mein eigenes."

SID SID

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