Werder Bremen Alle wollen Klose


Miroslav Klose präsentierte sich zum Jahresende offensiv - genau so wie Werder Bremen zur Hinrunden-Meisterschaft gestürmt ist. Werder Bremen will den Torjäger halten, doch der ist auch im Ausland hoch begehrt.

Miroslav Klose präsentierte sich zum Jahresende offensiv - genau so wie Werder Bremen zur Hinrunden-Meisterschaft gestürmt ist. "Ich glaube, dass wir auch am Ende der Rückrunde ganz oben stehen werden", lautete die forsche Aussage des Stürmers. Die Bremer wollen deutscher Meister werden, daran ließen Klose und Co. nach dem mit 2:1 gewonnenen Hinrunden-Finale gegen den VfL Wolfsburg keinen Zweifel. Kurioserweise könnte ausgerechnet der WM- und Bundesliga-Torschützenkönig selber in den kommenden Wochen zur Belastung werden, denn die Gerüchte um den begehrtesten deutschen Fußballer nehmen kein Ende, und der Wirbel wird nach Einschätzung von Manager Klaus Allofs eher noch zunehmen.

Vertrag bis 2008

"Das können wir gar nicht verhindern, das haben wir im letzten Jahr auch schon erlebt, obwohl wir damals gesagt haben, er ist unverkäuflich", sagte Allofs zu der Aufregung um die inzwischen fast täglichen Meldungen über das mögliche Interesse von Großvereinen wie Juventus Turin. "Man glaubt uns ja nicht", erklärte der Manager, der sich überraschend optimistisch gab: "So wird es auch jetzt sein, auch wenn wir jetzt sagen, dass die Chancen sehr gut stehen, dass Miro über die Saison hinaus bei uns bleibt "

Bis 2008 läuft der Vertrag des Torjägers, den Werder halten will, um den aber auch andere buhlen. Der Stürmer hält sich noch alle Optionen offen und mit Aussagen zurück. Zu den ersten Gesprächen mit der Werder-Clubführung in der vergangenen Woche sagte er lediglich: "Wir werden sie im Januar fortsetzen." Wie eine Absage hört sich das nicht an.

Dass die demnächst vermutlich ins Kraut schießenden Spekulationen "uns beeinträchtigen, glaube ich nicht", meinte Allofs. "Wir wissen, wie der Stand der Dinge ist - und das ist entscheidend." Noch gibt es keine offizielle Anfrage für den Stürmer, der ein rundum zufriedenes Fazit zog: "Das war sicher das bisher beste Jahr in meiner Karriere."

Gestärkt in die Winterpause

Gegen die kampfstarken Wolfsburger machte Klose allerdings eines seiner schwächeren Spiele, doch mit einem Kraftakt drehte sein Team die Partie. Es war kein Zufall, dass Naldo nach den Toren von Daniel Jensen (17. Minute) und Isaac Boakye (41.) mit einem mehr als 100 Kilometer schnellen Gewaltschuss in der 86. Minute die Entscheidung geradezu erzwang.

Das wuchtige Freistoßtor sorgte für drei Punkte und den psychologischen Vorteil in der Winterpause. "Das sind so kleine Stiche", sagte Allofs. "Uns hat es auch wehgetan, als Schalke so spät das Tor gemacht hat. Jetzt ging es den Schalkern so oder den Münchnern." Eine Vorentscheidung sieht der Werder-Manager indes nicht: "Das ist so eng beieinander."

Werder hat die Herbstmeisterschaft mit letzter Kraft erreicht. "Wir benötigen dringend eine Pause", gab Trainer Thomas Schaaf zu. Die fehlende Regeneration der WM-Teilnehmer und die hohe Belastung durch die Champions-League-Spiele macht den Bremern ganz offensichtlich zu schaffen. "Man kann sehen, dass die Saison lang und hart war", sagte Klose: "Uns hat am Ende die Kraft gefehlt."

Während die Werder-Spieler nun bis 4. Januar frei haben, geht für Allofs die Arbeit weiter. "Es könnte sein, dass wir noch was machen, wenn es eine Verstärkung ist", sagte er zur Suche nach neuen Spielern bis zum Ende der Transferfrist: "Im Grunde könnten wir auch mit diesem Kader in die Rückrunde gehe. Aber bis 31. Januar kann viel passieren."

DPA


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker