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Statement zum Trainer-Aus FC Bayern sauer auf Hansi Flick: "Missbilligen die einseitige Kommunikation"

Statement zum Trainer-Aus: FC Bayern sauer auf Hansi Flick: "Missbilligen die einseitige Kommunikation"
Der Tag nach dem Paukenschlag. Am Sonntag trainierten die Spieler des FC Bayern München wie gewohnt. Am Tag zuvor hatten sie noch 3:2 in Wolfsburg gewonnen und sind damit weiterhin an der Spitze der Bundesliga. Aber nach der Partie hatte Trainer Hansi Flick verkündet, dass er vorzeitig seinen Vertrag beenden wolle. Die Fans in München sehen das eher mit traurigen Gefühlen: "Also ich finde es äußerst traurig, da haben sie wirklich mal ein super Trainer gehabt, ne? Und ganz ehrlich, ich bin der Überzeugung, die müssten den Brazzo dann auch rausschmeißen, weil wirklich der Trainer ist deutlich wichtiger als der Sportdirektor. "Meiner Meinung nach wirklich schwer zu beurteilen, weil ich finde, er hat alles richtig gemacht. Alle sechs Titel geholt einer Saison. Wenn, dann zur deutschen Nationalmannschaft. Aber ehrlich gesagt fällt mir die Frage jetzt schwer zu beantworten. "Hansi Flick, der darf machen was er will. Der hat in den letzten eineinhalb Jahren alles richtig gemacht. Sämtliche Titel geholt, die es zu holen gab, mit schwierigem Personal zu kämpfen gehabt. Hansi Flick darf machen, was er will." Vermutlich hat Hansi Flick eine deutliche Unterstützung durch den Sportvorstand sowie durch die Verantwortlichen des Vereins vermisst. Aber nach einer Vertragsauflösung bei den Bayern wäre der ehemalige Co-Trainer von Jogi Löw immerhin auch frei, um dann gegebenenfalls die Nationalmannschaft nach der EM in diesem Sommer zu übernehmen. Aber das ist natürlich alles noch Spekulation.
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Bayern-Trainer Hansi Flick hat seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Die Vereinsbosse sind über die Art und Weise nicht einverstanden und reagieren nun mit einem verärgerten Statement. Auch Flick-Assistent Miro Klose äußert sich.

Bayern-Trainer Hansi Flick hat Klartext gesprochen – doch das schmeckt den Vereinsbossen überhaupt nicht. Mit einem verärgerten Statement hat die Führung des FC Bayern auf die Abschiedsankündigung ihres Coaches zum Saisonende reagiert. "Der FC Bayern missbilligt die nun erfolgte einseitige Kommunikation durch Hansi Flick und wird die Gespräche wie vereinbart nach dem Spiel in Mainz fortsetzen", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des Vorstands auf der Webseite des Rekordmeisters. 

Hansi Flick habe den Vorstand im Verlauf der vergangenen Woche über seinen Wunsch unterrichtet, seinen bis Juni 2023 laufenden Vertrag zum Saisonende aufzulösen, schreiben die Bayern. Man habe daraufhin vereinbart, den Fokus zunächst auf die kommenden drei Spiele gegen den Vfl Wolfsburg, Bayer Leverkusen und Mainz 05 zu legen, "um die volle Konzentration des gesamten Vereins auf diese drei wichtigen Spiele nicht zu stören".

Flick war aber am Samstag nach dem Sieg seiner Mannschaft in Wolfsburg vorgeprescht und hatte seinen Abschiedswunsch in mehreren Medieninterviews öffentlich gemacht. "Ich habe nur den Wunsch geäußert. Denn ich weiß auch, dass ich noch einen Vertrag habe. Mir war wichtig, dass die Mannschaft das von mir erfährt, denn es ging schon einiges an Flurfunk herum", sagte der 56-Jährige später auf der Pressekonferenz. 

Auch Klose unzufrieden mit Kommunikation

Ob die Bayern Flicks Wunsch nach vorzeitiger Vertragsauflösung entsprechen, scheint nach dem aktuellen Statement des Vereins noch offen. Wobei die Frage ist, ob ihnen letztlich überhaupt viel anderes übrig bleibt. Flick wird seit Wochen als möglicher Nachfolger von Joachim Löw als Bundestrainer gehandelt. Als Grund für Flicks Trennungswunsch gilt aber ein Zerwürfnis mit Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic

Auch Hansi Flicks Assistent Miroslav Klose, dessen Zukunft ungeklärt ist, meldete sich am Sonntag zu Wort: "Für mich persönlich ist das überhaupt kein Problem, dass der Verein noch nicht mit mir gesprochen hat. Was mich wirklich nachdenklich macht, ist aber wie hier gerade miteinander kommuniziert wird ...", sagte der 42-Jährige der "Bild". "Respekt voreinander zu haben, auch wenn man nicht immer der gleichen Meinung ist, das muss unbedingt sein. Uli und Kalle haben diesen Verein zu einem Weltverein gemacht, weil es ihnen immer um den FC Bayern ging und nicht um persönliche Eitelkeiten", sagte Klose über den Ex-Präsidenten Hoeneß und den im Sommer ausscheidenden Vorstandsboss Rummenigge. Auch Klose wird ein schwieriges Verhältnis zu Sportvorstand Salihamidzic nachgesagt.

Quellen: FC Bayern / Bild

bak

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