England Bühne frei für die Rooney-Show


Jetzt soll er zeigen, was er kann: Wayne Rooney wird gegen Schweden in der Startelf stehen. Einen möglichen Achtelfinalgegner Deutschland sehen die Spieler gelassen.

Bühne frei für die Rooney-Show. Sieben Wochen nach seinem Fußbruch soll Englands Fußballstar Wayne Rooney die "Three Lions" zum WM-Gruppensieg schießen. "Die Ärzte und ich glauben, dass er mehr als 45 Minuten spielen kann. Deshalb ist es besser, wenn er startet als später zu kommen", bestätigte Trainer Sven-Göran Eriksson am Sonntag dem britischen TV-Sender ITV, dass Rooney im Gruppenfinale gegen Angstgegner Schweden am Dienstag in Köln neben Michael Owen als Sturmpartner in der Startelf stehen wird. Der 20-Jährige hatte sich am 29. April den rechten Fuß gebrochen und gegen Trinidad und Tobago am vorigen Donnerstag in Nürnberg einen 32- minütigen Kurzeinsatz absolviert.

Angstgegner Schweden

Ein Punkt reicht gegen Schweden zum Gruppensieg, doch Eriksson will das Spiel gegen sein Heimatland unbedingt gewinnen: "Es wird langsam Zeit." Der letzte Sieg liegt schon 38 Jahre zurück - am 22. Mai 1968 gewannen die "Löwen" in London 3:1. Mit dem Schweden-Spiel vor Augen haben sich die Akteure auch schon Gedanken über das Achtelfinale gemacht und festgestellt, so Lampard, "dass es keinen Wunschgegner gibt. Auf wen wir treffen, ist völlig egal. Die Deutschen sehen das vielleicht anders." Deutschland mit dem Heimvorteil sei ein schwerer Gegner, sagte Michael Ballacks künftiger Teamkollege, "aber auch Ecuador ist sehr stark." Gerrard interessiert das Thema offenbar gar nicht, "denn ich bin zuversichtlich, dass wir ins Viertelfinale kommen".

Hoffen auf Owen

Die Stürmerfrage ist geklärt, doch die gar nicht weltmeisterlichen Auftritte bereiten England Kopfschmerzen. "Wenn wir so wie bisher spielen, werden wir nicht Weltmeister. Wir müssen ganz schnell besser werden und ein paar Gänge zulegen", forderte Mittelfeldstar Steven Gerrard vor dem Duell mit Schweden eine deutliche Steigerung. Zugleich hofft der Kapitän des FC Liverpool auf das erste Tor des zuletzt hart kritisierten Owen: "Ich kenne Michael besser als die meisten und weiß, dass er bald trifft. Er ist Weltklasse und wird es beweisen."

Rooney ist heiß

Die enttäuschenden Leistungen gegen Paraguay (1:0) und Trinidad und Tobago (2:0) haben bei Englands Mittelfeld-Strategen Alarm ausgelöst; auch Frank Lampard ist unzufrieden und fordert "mehr Tempo und Leidenschaft". Der Starteinsatz von Rooney kommt dem Mittelfeld-Ass des FC Chelsea deshalb gerade recht. "Wayne ist heiß. Er macht im Training einen hervorragenden Eindruck und wird uns weiterbringen", meinte Lampard. Auch Eriksson verspricht sich viel von Rooney. "Mit ihm haben wir eine ganz andere Mannschaft. Er ist fantastisch", sagte der 58-jährige Coach, der wie gegen die "Soca Warriors" wohl auf Rechtsverteidiger Gary Neville (Wadenverletzung) verzichten muss.

Chance für Hargreaves

Rooney wird den Platz von Peter Crouch einnehmen. Der schlaksige Stürmer aus Liverpool ist mit einer Gelben Karte belastet und soll ebenso wie der ebenfalls vorbestrafte Gerrard pausieren. Für Gerrard dürfte Owen Hargreaves vom FC Bayern München, der beim WM-Auftakt gegen Paraguay eingewechselt worden war, zum zweiten WM-Einsatz kommen. "Eine große Chance. Ich hoffe, ich kann sie nutzen", sagte der 26-Jährige, der zuletzt am 31. März 2004 beim 1:1 gegen Schweden in der Startelf stand. bewege sich zu wenig. "Ich bin ein Strafraum-Stürmer und werde meinen Stil nicht ändern, nur um jemandem einen Gefallen zu tun", sagte der 79-malige Nationalspieler.

Gerd Münster/DPA DPA

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