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WM 2014: WM 2014 - USA besiegen Antigua und Barbuda zum Auftakt der dritten Runde

Das auf Platz 105 der FIFA-Weltrangliste platzierte Antigua und Barbuda hat den USA einen harten Kampf geliefert, musste sich zum Auftakt der WM-Qualifikation in der Gruppe A jedoch mit 1:3 geschlagen geben. USA-Coach Jürgen Klinsmann zeigte sich zwar zufrieden, wusste aber auch, dass sein Team noch ordentlich zulegen muss.

Mit einem ungefährdeten, jedoch glanzlosen Sieg gegen Antigua und Barbuda haben sich die USA in der WM-Qualifikation für das Turnier 2014 an die Spitze der Gruppe A gesetzt. Coach Jürgen Klinsmann zeigte sich nach dem 3:1-Erfolg zwar zufrieden, wusste aber auch, dass noch viel Luft nach oben bleibt.

"Es ist wichtig den Spielern zu erklären, dass ihre Leistung zwar ok war. Aber ich muss auch die Dinge ansprechen, die nicht so gelaufen sind. Und das werden sie sicherlich von mir zu hören bekommen", erklärte Klinsmann gegenüber sportsillustrated.cnn.com.

Es war das erste Pflichtspiel für die US-Amerikaner seit der 2:4-Niederlage gegen Mexiko am 25. Juni 2011. Klinsmann hatte seinem Team ein offensives 4-3-3-System verpasst, in dem Maurice Edu, Jermaine Jones und Michael Bradley die Kette im Mittelfeld, Landon Donovan, Clint Dempsey und Herculez Gomez die Sturmreihe bildeten.

"Es war ein kniffliges Spiel gegen eine gute Verteidigung. Am Ende des Tages zählen die drei Punkte, die wir unbedingt haben wollten", sagte Klinsmann. "Wir können die Gegner mürbe machen, aber wir müssen schneller spielen." Dabei begann sein Team gut, und erzielte bereits in der achten Minute das 1:0 gegen die Nummer 105 der FIFA-Rangliste.

Bocanegra trifft für die USA

Carlos Bocanegra profitierte dabei von einem Abpraller. Gäste-Keeper Molvin James hatte einen Kopfball von Donovan zwar abwehren können, beim Nachschuss war er dann machtlos. Die Spieler des Inselstaats, dessen knapp 88.000 Einwohner fast komplett in den Dortmunder Signal-Iduna-Park passen würden, wehrten sich tapfer und hielten das Spiel lange offen.

Auch nach dem 0:2 durch Clint Dempsey, der nach einem Foul von Marvin McCoy an Donovan den fälligen Strafstoß verwandelte, brachen die Gäste nicht ein und kamen ihrerseits zum Anschlusstreffer. Peter Byers traf in der 65. Minute, doch nur sieben Minuten später stellte Gomez den alten Abstand wieder her.

Es war bezeichnend, dass der Coach des Außenseiters, der sich in Runde zwei mit fünf Siegen und einer Niederlage souverän als Gruppenerster durchgesetzt hatte, später enttäuscht reagierte. "Es ist unglaublich, wie weit wir gekommen sind", so Tom Curtis auf sportsillustrated.cnn.com. "Und deswegen sind wir ein wenig enttäuscht."

Weiter erklärte er: "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie stolz darauf sein können, aber es ist schon ein wenig bitter, dass es am Ende so ausgegangen ist. Aber wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass das kleine Antigua auf Augenhöhe mit den USA agieren würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt."

USA nun gegen Guatemala - Occean trifft für Kanada

Klinsmann hingegen hatte ein enges Spiel erwartet. "Es war mir klar, dass wir den Gegner nicht überrennen würden, nur weil Antigua auf dem Papier der klare Außenseiter ist. Sie sind hier hergekommen und haben Fußball gespielt. Es ging zwar nicht um ihr Leben, aber für sie ist es natürlich eine großartige Geschichte – sie haben einfach alles gegeben."

Neben den USA und Antigua kämpfen noch Jamaika sowie Guatemala um die zwei Plätze, die für die Qualifikation zur entscheidenden vierten Runde reichen. Hinter den USA, die im nächsten Spiel auf Guatemala treffen, platzierte sich das Team aus Jamaika, das sein Eröffnungsspiel mit 2:1 gewann.

Olivier Occean vom Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth traf zum kanadischen 1:0 (0:0) in Havanna gegen Kuba. Der 31-Jährige erzielte per Kopf das Siegtor in der 54. Minute. "Ein Tor, eine Chance. Das ist fantastisch", sagte Occean. Kanada beendete die Partie mit zehn Mann, nachdem Schlussmann Lars Hirschfeld wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah.

sportal.de / sportal

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