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stern-WM-Jury: Brasilien gegen Deutschland: "So ein Spiel habe ich noch nie gesehen"

Senationell, gelebte Geschichte, Wunder von Belo Horizonte: Auch für die stern-WM-Jury hat der unglaubliche 7:1-Sieg über Brasilien historischen Charakter. Das Finale kann kommen.

Das Wunder von Belo Horizonte

Das Spiel war unglaublich! Ich konnte es gar nicht fassen: Fünf Tore in weniger als 30 Minuten! Und die Deutschen haben trotzdem nicht aufgehört zu spielen, sondern weiter gemacht. So ein Spiel hab ich noch nie gesehen! Ich tippe auf Deutschland gegen Niederlande im Finale. Deutschland hat die beste Mannschaft der Welt. Gestern hab ich in der Schule "Das Wunder von Bern" gesehen. Das Spiel heute war das Wunder von Belo Horizonte.

Die schönste WM-Geschichte wurde bereits geschrieben

Als Fußball-Nichtversteher aber gelernter Historiker war mir gestern Nacht völlig klar: Dieses Spiel war gelebte Geschichte. Eltern werden ihren Kindern und Großeltern ihren Enkeln von "damals gegen Brasilien" berichten und die Torschützen brennen sich in diesem Moment in das kollektive Gedächtnis der Deutschen ein.

Das mit dem Einbrennen gilt auch für die Brasilianer, allerdings mit anderem Vorzeichen. Nach dem fünften Treffer noch in der ersten Halbzeit packte mich ein Mitgefühl mit den brasilianischen Fans. Heulend, fassungslos standen sie da, einige verließen vorzeitig das Stadion. Die Fallhöhe der Enttäuschung ist enorm, weil die Begegnung emotional überfrachtet war. Die Mannschaft wollte ihre Landsleute stolz machen, die Befürworter und Gegner der WM ein Stückweit durch einen Sieg miteinander versöhnen und so ihrer Nation, zumindest für einen Moment, einen kleinen sozialen Frieden bringen. Und dann das. Man hat das Spiel nicht nur verloren, man wurde vom Platz gefegt. Statt Kampf nur Zuschauen. Selbst der Ehrentreffer in der 90. löste keinen Jubel aus.

"Die Deutschen dürfen einen Sieg eigentlich nicht akzeptieren. Das sei eine Frage der Ehre", sagte ein guter Freund von mir vor dem Spiel. Brasilien sei durch den Ausfall zweier Spitzenspieler so geschwächt, dass ein deutscher Sieg wertlos sei. Lieber Malte, ein Mann allein hätte dieses Debakel höchstens abfedern, aber nicht verhindern können. Fußball ist ein Mannschaftssport, dass habe selbst ich nun nach vier Spielen begriffen. Und gestern sahen wir die eindeutig bessere Mannschaft siegen. Eigentlich ist es nun fast egal, wie das Endspiel ausgeht. Die schönste Geschichte dieser WM wurde bereits geschrieben.

Mir fehlen die Worte

In meinem letzten Kommentar habe ich mir einen "Funken" gewünscht und mich über das Spiel der Deutschen beklagt. Heute kann ich nur schreiben: Respekt. Das war eine großartige Leistung. Mit dem von den Sportfreunden Stiller besungenen "Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein" ist die deutsche Mannschaft gegen Brasilien angetreten - und ins Finale gestürmt. Es gibt nichts zu klagen. Nur, dass Mertesacker nach der Halbzeit ... Aber lassen wir das lieber, dass wäre jetzt die Nadel im Heuhaufen suchen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Rückkehr von Mats Hummels im Finale.

Ich freue mich darauf, egal gegen welche Mannschaft. Denn ein Team, das so gegen Brasilien aufspielt, muss keinen Gegner fürchten. Vor ein paar Tagen hätte ich es nicht für möglich gehalten, diesen Satz zu schreiben. Schön. Wirklich. Mir fehlen regelrecht die Worte, die die Klasse des deutschen Spiels treffend fassen könnten.

Noch viel lieber hätte ich gesehen, wenn Deutschland gegen ein brasilianisches Team mit Neymar so gespielt hätte. Für mich war die Verletzung dieses Ausnahmetalents der traurige Tiefpunkt dieser WM. Und nach dem fünften Tor hatte ich auch wirklich Mitleid mit der brasilianischen Mannschaft. Das war die Höchststrafe. Und natürlich tun mir die Fans leid, die so wunderbar fußballverrückt sind.

Ehrlich gesagt, wäre ich jetzt gerne in Deutschland. Ein bisschen der Begeisterung und der Feierlaune spüren. Hier in den USA ist die WM-Stimmung deutlich abgekühlt. In den Sportbars läuft längst wieder Baseball. Mein Sohn ist derzeit in einem Tenniscamp. Sein Trainer ist Brasilianer. Vor dem Spiel war das eine reizbare Konstellation. Die zwei haben sich den ganzen Tag gegenseitig aufgezogen. Mein Sohn ist heute mit einem großen Lächeln zum Training gegangen. 7:1.

Ein sensationelles Spiel

Das war einfach sensationell. Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir gewinnen. Die Gäste meinten nur: Neee. Aber, dass wir so gewinnen, habe selbst ich nicht gedacht. Nach dem 1:0 von Müller dachten wir noch, das wird nicht reichen. Aber dann fiel ein Tor nach dem nächsten. Ein Gast, nennen wir ihn Ulli, kommt ursprünglich aus Bayern, er wohnt aber seit 1960 in Hamburg. Er hat auf jedes Tor mit einem Obstler aus seiner bayrischen Heimat angestoßen. Ich habe mir zur Halbzeit kurz Sorgen um ihn gemacht. Aber dann ging's ja wieder …

Ulli meinte, wir spielen Sonntag am besten erst gegen Argentinien und dann gegen Holland. Die schlagen wir nämlich beide, glaubt er. Ich glaube auch, dass wir Sonntag gewinnen. Sie haben es jetzt einfach verdient. Ulli war zum Schluss trotzdem etwas traurig. Er meinte: Es war so oder so eine tolle WM, was machen wir nur ohne den Fußball in der nächsten Zeit? Bis die Bundesliga anfängt, vergehen viel zu viele Wochen …

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.