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Ältester WM-Spieler aller Zeiten: Ägypter hält mit 45 Jahren Elfmeter - und geht doch als Verlierer vom Platz

Der ägyptische Torwart Essam Al-Hadari schrieb Geschichte: Er stand mit 45 Jahren in der Startelf - und hielt einen Elfmeter. Doch dann ließen ihn Schiedsrichter und Vorderleute im Stich.

Al-Hadari hält einen Elfmeter

Der ägyptische Torwart Al-Hadari hält einen Elfmeter - mit 45 Jahren.

DPA

Kann man mit über 45 noch ein WM-Spiel bestreiten? Der Ägypter Essam Al-Hadari kann. Mit seinem Einsatz im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A gegen Saudi-Arabien stellte der Torwart einen neuen Altersrekord auf. Er ist nun mit 45 Jahren und 161 Tagen der älteste Spieler, der je in einem WM-Spiel aufgestellt wurde. Und das sogar mit großem Abstand. Bisheriger Rekordhalter war Kolumbiens Schlussmann Faryd Mondragon. Der war bei seinem Einsatz während der WM 2014 im Vergleich geradezu ein junger Hüpfer: Er war 43 Jahre und drei Tage alt. 

Al-Hadari wird der "afrikanische Buffon "genannt

Es hätte der Tag des "afrikanischen Buffon" werden können, wie er auch genannt wird. Denn Al-Hadari hielt nicht nur 90 Minuten tapfer durch - er zeigte zudem eine exzellente Leistung. Und hätte zum Matchwinner werden können. Denn beim Stand von 1:0 für seine Mannschaft bekam Saudi-Arabien einen Elfmeter zugesprochen, doch Al-Hadari lenkte den Schuss von Fahad Al Muwalla mit einer tollen Parade an die Latte.

Alles war bereitet für das große Fußballfest des alten Mannes. Doch machte ihm der Schiedsrichter einen Strich durch die Rechnung. Er sprach den Saudis kurz vor der Halbzeit einen zweiten, völlig unberechtigten Strafstoß zu. Diesmal war Al-Hadari machtlos, so ging es mit einem 1:1 in die Pause. 

Der Held geht als Verlierer vom Platz

In der zweiten Hälfte zeigte der ägyptische Torwart erneut eine Glanztat, als er in der 69. Minute einen wuchtigen Kopfball von Hussain Al-Mogahwi mit einem gewaltigen Reflex über die Latte lenkte und auch die folgende Ecke entschärfte. 

Doch leider bekam der Ausnahmetorwart keine Unterstützung seiner Mannschaftskameraden. Die taten fast nichts für einen Sieg - sie ließen in der 95. Minute den Saudi Salem Al Dawsari frei zum Schuss kommen. Dagegen war Al-Hadari machtlos. So ging der große Held dieses Nachmittags doch noch als Verlierer vom Platz. 

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