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WM-Film: Geheimnis um Lehmanns Elfmeter-Spickzettel gelüftet

Nach dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien rätselte die halbe Nation, was wohl auf dem Fetzen Papier stand, den Torwart Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen zugesteckt bekam. Jetzt ist es raus.

Regisseur Sönke Wortmann lüftet in seinem Dokumentarfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen" über das deutsche Fußballteam während der WM ein bislang gut gehütetes Geheimnis. Auf dem Spickzettel, den Torwart Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale gegen Argentinien zugesteckt bekam, stehen die Namen der potenziellen Schützen des Gegners nebst deren jeweilig bevorzugten Schussrichtungen.

Wortmann präsentierte einen Ausschnitt des Films am Freitag in Berlin. In diesem ist der von Chefscout Urs Siegenthaler und Torwarttrainer Andreas Köpke handgeschriebene Zettel zu sehen, auf dem in krakeliger Bleistiftschrift Namen argentinischer Spieler zu lesen sind. Lehmann war bei allen vier Elfmetern in die richtige Ecke gehechtet, hatte zwei pariert und so den 5:3-Sieg der deutschen Elf gesichert.

Zettel wird karitativ versteigert

Was auf dem Zettel stand, wollte er bislang nicht preisgeben. Wortmann sagte, Lehmann wolle den Zettel gerne karitativ versteigern. Das schönste Gerücht sei gewesen, dass auf dem Zettel gestanden hätte: "Jens, halte nur zwei, alles andere wäre arrogant. Das stand aber nicht drauf", betonte Wortmann. Der Filmemacher war während der gesamten WM mit dem deutschen Team zusammen und folgte den Spielern bis in die Kabine und ins Hotel. Zu sehen sind unter anderem die feurigen Ansprachen vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, die Freudenfeiern und auch die Enttäuschung nach dem verlorenen Halbfinale gegen Italien.

AP/kbe

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