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Vor WM-Finale: Serbe Djokovic drückt Kroaten die Daumen und wird wüst beschimpft - so reagiert Modric

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic drückt im WM-Finale Kroatien die Daumen. In seiner Heimat kam das überhaupt nicht gut an. Kroatiens Stars Ivan Raktic und Luka Modric beziehen vor dem Finale Stellung.

Luka Modric und Novak Djokovic: Unterstützung in ihren jeweiligen Finals

Luka Modric und Novak Djokovic: Unterstützung in ihren jeweiligen Finals

Getty Images / DPA

Auch fast 20 Jahre nach den letzten Auseinandersetzungen auf dem Balkan hallt der Jugoslawienkrieg nach. Zu spüren bekommen hat das nun Tennis-Superstar Novak Djokovic. Der Serbe hatte in einem Interview gesagt, dass er hoffe, Kroatien würde Fußball-Weltmeister werden. In den sozialen Netzwerken schrieb er während des Spiels gegen Argentinien zudem: "Los geht's ihr Feurigen". In seiner Heimat kam das nicht überall gut an. Serbische Politiker bezeichneten Djokovic daraufhin als "Idioten" und "Psychopathen".

Die kroatischen Superstars  Ivan Raktitic und Luka Modric reagierten vor dem Finale auf die Äußerungen und verteidigten Djokovic. Sie hielten gar nichts von den Beleidigungen mit nationalistischem Hintergrund. "Hut ab vor ihm. Ich bin für ihn in Wimbledon. Ich würde gerne sehen, dass er am Sonntag das Finale spielt, damit wir beide ein großartiges Spiel haben können. Und ich würde ihn gerne gewinnen sehen", sagte Rakitic und fügte in aller Deutlichkeit hinzu: "In erster Linie sind wir Menschen. Wir müssen versuchen, die Geschichte hinter uns zu bringen."

Luka Modric: "Er ist unser Fan und wir sind seine Fans"

Auch Luka Modric betonte, sie würden Djokovic zuschauen, wenn er spielt. "Wir halten zu ihm. Wir danken Novak für seine netten Worte der Unterstützung. Er ist unser Fan und wir sind seine. Wir wünschen ihm für das Wimbledon-Finale nur das Beste." Das Daumendrücken scheint geholfen zu haben: Novak Djokovic gewann gegen Anderson zum vierten Male Wimbledon. Mehr dazu hier.  

Bei der Unterstützung im WM-Finale (ab 17 Uhr im ZDF und im stern-Liveticker) ist die Bundesliga derweil gespalten. Der FC Bayern und der VfB Stuttgart drücken Colentin Tolisso und Benjamin Pavard mit Frankreich die Daumen. Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim hoffen dagegen, dass Ante Rebic und Andrej Kramaric mit Kroatien den Titel holen. "Es wäre der erste WM-Titel eines Adlerträger seit 1990 - damals stemmte Uwe Bein im DFB-Trikot den Weltpokal in die Höhe", schrieb der Eintracht Frankfurt am Sonntag auf seiner Homepage. Neben Rebic und Kramaric stehen auch der Leverkusener Tin Jedvaj und der Schalker Marko Pjaca im Kader der Kroaten.


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