Angebliche Verpflichtung
Comeback als WM-Trainer? Löw dementiert Gespräche mit Ghana

Ex-Bundestrainer Joachim Löw
Ex-Bundestrainer Joachim Löw (Archivbild)
© Stuart Franklin / Getty Images
Ghana wollte angeblich Ex-Bundestrainer Joachim Löw für die WM verpflichten. Eine Einigung stehe bevor, berichtete ein Fußball-Portal. Nun dementierte der Deutsche.

Ex-Bundestrainer Joachim Löw ist Gerüchten um ein Comeback als Auswahlcoach Ghanas entgegengetreten. „Mit mir hat offiziell niemand von Ghana gesprochen“, sagte der 66-Jährige dem Pay-TV-Sender Sky. Zuvor hatte das Portal „ghanasoccernet“ berichtet, der Weltmeister-Trainer von 2014 könnte für die anstehende Fußball-WM die Nationalmannschaft Ghanas als Trainer übernehmen. 

Dem Bericht zufolge sollte der frühere Bundestrainer kurz davor stehen, einen ausschließlich auf die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko bezogenen Vertrag zu unterschreiben. Das Portal berief sich auf „mehrere Quellen“, die allerdings nicht näher genannt wurden. 

Winfried Schäfer, technischer Direktor des ghanaischen Verbandes, wirkte auf DPA-Anfrage überrascht. Er habe keinerlei Kenntnis von einem bevorstehenden Deal mit seinem Landsmann Löw. Die Trainersuche falle nicht in seinen Zuständigkeitsbereich, sondern in den des Präsidenten Kurt Edwin Simeon-Okraku. Ghanas Verband hatte sich nach der jüngsten 1:2-Niederlage der „Black Stars“ gegen die deutsche Mannschaft vom bisherigen Trainer Otto Addo getrennt.

Jogi Löw will sich noch „nicht in die Rente verabschieden“

Löw hat nach seinem Rückzug beim DFB-Team nach der EM 2021 bislang alle Job-Offerten als Chefcoach abgelehnt. Er war im Vorjahr schon als WM-Trainer für Usbekistan in Verbindung gebracht worden. Der Verband des WM-Neulings nahm aber den früheren italienischen Weltmeister Fabio Cannavaro unter Vertrag. Ganz ausschließen wollte Löw eine Rückkehr auf die Trainerbank zuletzt aber nicht. 

„Grundsätzlich habe ich gesagt, dass ich mich jetzt nicht in die Rente verabschieden möchte. Gerade wenn es noch einmal ein interessantes Angebot und eine gute Perspektive gibt“, hatte Löw kürzlich beim Pay-TV-Sender Sky gesagt. Falls er noch einmal einen Job antrete, gehe er aber davon aus, dass dies bei einem Nationalteam sein werde. „Was meine Erfahrung betrifft, wäre das auch das Beste für mich.“

Ghana sucht Nachfolger für Otto Addo

Der Trainer wurde nicht nur 2014 Weltmeister und 2017 Confed-Cup-Sieger, sondern erreichte mit Deutschland auch das EM-Finale 2008 sowie jeweils das Halbfinale bei der WM 2010, der EM 2012 und der EM 2016.

WM-Teilnehmer Ghana sucht nach einem Nachfolger für den früheren Bundesligaprofi Otto Addo, der nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft von seinen Aufgaben als Nationalcoach entbunden wurde. Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der „Black Stars“. 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied.

Bei der Weltmeisterschaft trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama. Fest steht: Joachim Löw wird das Team dann nicht als Trainer betreuen.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde nachträglich um das Dementi von Joachim Löw ergänzt und angepasst. 

DPA
mod

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