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Zweite Bundesliga: Köln und Paderborn halten Kurs auf Liga 1

Der 1. FC Köln und der SC Paderborn sind in den Sonntagsspielen der Zweiten Fußball-Bundesliga ihren Favoritenrollen gerecht geworden. Das Spiel im Tabellenkeller endete torlos.

Ein spätes Tor von Bard Finne hat dem 1. FC Köln einen wertvollen Sieg im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga beschert. Der Tabellenführer gewann am Sonntag beim TSV 1860 München mit 1:0 (0:0) und geht nach dem umjubelten Dreier mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung auf das Verfolger-Duo Greuther Fürth und SC Paderborn in die letzten sechs Spiele. Vor 33.600 Zuschauern traf der zur zweiten Hälfte eingewechselte Finne in der 85. Minute.

In einem ansehnlichen Spiel hätten die Löwen einen Traumstart erwischen können. Yuya Osako prüfte Timo Horn, im Nachsetzen köpfte Moritz Stoppelkamp zu schwach. Der FC-Schlussmann konnte erneut parieren (3.). Die besten Kölner Offensivaktionen waren zunächst Distanzschüsse von Patrick Helmes (14.) und Kazuki Nagasawa (15.).

Nach der Pause wollte der Tabellenführer mehr. Finne vergab die erste Topchance (50.). Danach scheiterte Adam Matuschyk an Gabor Kiraly (55.). Der 1860-Torwart parierte auch einen Fallrückzieher des eingewechselten Anthony Ujah (81.). Bei Finnes Schuss aus spitzem Winkel war aber auch der Ungar machtlos.

Paderborn hält Kurs auf Liga 1

Der SC Paderborn bleibt ein heißer Anwärter auf den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Der Zweitliga-Tabellendritte nahm am Sonntag die Hürde beim FSV Frankfurt mit 3:1 (1:0) und schloss nach Punkten zur zweitplatzierte SpVgg Greuther Fürth auf. Elias Kachunga (17. Minute) und der starke Mahir Saglik (53., 55./Foulelfmeter) sorgten vor 4532 Zuschauern für klare Verhältnisse. Das Eigentor von Thomas Wernitz (80.) kam zu spät für den FSV, der nach der Niederlage auf den elften Platz zurückfiel.

Paderborn überstand die erste Drangphase der Hessen unbeschadet. Mit dem Führungstreffer von Kachunga bestimmte der Favorit das Geschehen. FSV-Torhüter Patrick Klandt ließ den harmlosen Schuss unter dem Bauch durchrutschen. Nach dem Wechsel war dank des Doppelschlags von Saglik früh alles klar - sehenswert sein Schuss aus 30 Metern, mit dem er den zu weit vor dem Tor postierten Klandt überwand. Auch am Frankfurter Ehrentreffer waren die Paderborner beteiligt. Der eingewechselte Thomas Bertels traf per Kopf ins eigene Tor. Odishe Roshi (62.) und Michael Görlitz (87.) scheiterten zudem noch an der Latte des SCP-Tores.

Bielefeld verpasst Befreiungsschlag

Arminia Bielefeld konnte beim torlosen Remis gegen VfR Aalen keinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen. Allerdings fehlte dem Gastgeber in der Fußball-Zweitligapartie vor 13.137 Zuschauern auch das Glück. Nach einer weitgehend schwachen Partie drehten die Bielefelder in der Schlussphase mächtig auf und hatten eine Reihe von hochkarätigen Chancen. Dabei traf Marc Lorenz (73.) den Innenpfosten. Zwei Minuten köpfte später Felix Burmeister nur gegen das Lattenkreuz. Die Bilanz von Bielefelds neuem Trainer Norbert Meier hat sich damit nicht wesentlich verbessert: In sechs Spielen unter seiner Regie holte die Arminia erst fünf Punkte.

Das Leistungsniveau entsprach vor allem in der ersten Hälfte dem Platz der beiden Kontrahenten. Flüssige Spielzüge und spannende Torszenen waren Mangelware. Aufregung gab es in der 25. Minute um ein Foul des Aaleners Daniel Buballa an Sebastian Hille an der Sechzehner-Linie, das die Bielefelder im Strafraum gesehen haben wollten. Der Referee entschied jedoch auf Freistoß: Der Schuss von Fabian Klos wurde zur Ecke abgefälscht.

tkr/DPA / DPA

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