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Zweite Bundesliga: St. Pauli und Aue klettern, Dresden rutscht ab

Der FC St. Pauli hat knapp, aber verdient gegen den VfR Aalen gewonnen. Düsseldorf erwischte in Aue einen schwarzen Tag. Dresden blieb gegen Karlsruhe chancenlos und rutschte auf den Relegationsplatz.

Der FC St. Pauli bleibt unter seinem neuen Trainer Roland Vrabec ungeschlagen und ist bis auf Platz vier in der 2. Fußball-Bundesliga geklettert. Die Hamburger gewannen am Sonntag mit 1:0 (1:0) beim VfR Aalen und feierten den zweiten Sieg nacheinander. Vor 10.480 Zuschauern in der Scholz-Arena sorgte Christopher Nöthe (29. Minute) mit einer feinen Einzelleistung für den verdienten Erfolg der Gäste und fügte der Elf von der Ostalb die sechste Saisonniederlage zu.

Die Hamburger, die zum Gedenken an den jüngst verstorbenen Profi Walter Frosch mit Trauerflor aufliefen, legten von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Gute Chancen ließen sie aber zunächst ungenutzt. Als die Hausherren besser ins Spiel fanden, sorgte Nöthe mit einer starken Einzelleistung für die verdiente Halbzeitführung.

Kurz nach dem Wechsel verpasste Nöthe (47.) allein vor Keeper Jasmin Fejzic den vorzeitigen K.o. Aalen drängte energisch auf den Ausgleich, die beste Chance vergab Enrico Valentini (57.). Am Ende war der VfR zu umständlich und harmlos in seinen Aktionen.

Düsseldorf 55 Minuten lang zu Zehnt

Der FC Erzgebirge Aue hat sich aus der Abstiegszone der 2. Liga gekämpft. Die Sachsen gewannen am Sonntag im eigenen Stadion mit 3:0 (2:0) gegen Fortuna Düsseldorf und verbesserten sich durch den sechsten Saisonsieg auf den 12. Platz. Vor 8300 Zuschauern schossen Michael Fink (18.), Zlatko Janjic per Foulelfmeter (37.) und Guido Kocer (52.) die Tore. Fortunas Torhüter Fabian Giefer sah in der 35. Minute Rot wegen einer Notbremse und wurde durch Michael Rensing ersetzt. Bei den harmlosen Düsseldorfern, die auf den 13. Rang abrutschten, steht durch die Niederlage Trainer Mike Büskens erneut unter Druck.

In der durch zahlreiche Fouls und hitzige Diskussionen geprägten Partie zeigte Schiedsrichter Günter Perl acht Gelbe und eine Rote Karte. Bei nasskaltem Wetter und schmierigem Rasen erarbeitete sich Aue durch Kampf ein Übergewicht. Und die Gastgeber nutzten ihre wenigen Torchancen konsequent. Fink verwertete einen zu kurz abgewehrten Ball von Giefer zum 1:0, Janjic ließ Rensing vom Elfmeterpunkt keine Chance und Kocer düpierte den ehemaligen Bayern-Keeper aus vollem Lauf mit einem Schuss ins kurze Eck.

Karlsruge spielbestimmend

Der Karlsruher SC hat seine Serie ausgebaut und ist zum fünften Mal hintereinander ungeschlagen geblieben. Die Badener bezwangen am Sonntag Dynamo Dresden 3:0 (2:0). Für die Sachsen war es die erste Niederlage in der Liga seit dem neunten Spieltag. Rouwen Hennings (8. Minute), Koen van der Biezen (19.) und der eingewechselte Dimitrij Nazarov (72.) erzielten vor 16.520 Zuschauern im Wildparkstadion die Tore für den KSC.

Die Karlsruher bestimmten von Beginn an das Duell. Sie gingen entschlossen in die Zweikämpfe, übernahmen die Initiative im Mittelfeld und zeigten in der Offensive viel Spielfreude. Dynamo fand gar nicht in die Partie. Seine Überlegenheit münzte der KSC dann konsequent in Tore um. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Badener die stärkere Mannschaft. Dresden erspielte sich zwar einige Chancen, konnte diese aber nicht nutzen.

tkr/DPA / DPA

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