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Dynamo Dresden Trauer um Hans-Jürgen "Dixie" Dörner – DDR-Fußballlegende gestorben

Hans-Jürgen "Dixie" Dörner, ehemaliger Fußballspieler der SG Dynamo Dresden
Hans-Jürgen "Dixie" Dörner, ehemaliger Fußballspieler der SG Dynamo Dresden
© Robert Michael / DPA
Der ehemalige DDR-Profifußballer Hans-Jürgen "Dixie" Dörner ist tot. Er starb im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit, wie sein Verein Dynamo Dresden mitteilte.

Der Rekordfußballer Hans-Jürgen "Dixie" Dörner ist im Alter von 70 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in der Nacht zu Mittwoch verstorben. Das teilte sein Verein Dynamo Dresden mit. Holger Scholze, Präsident der SG Dynamo Dresden, sagte zum Tod des Rekordspielers und Ehrenspielführers: "Es ist unbegreiflich, schockierend und sehr, sehr traurig. Wir können es noch gar nicht begreifen, dass 'Dixie' Dörner nicht mehr unter uns sein soll. Sein Tod stürzt unsere Sportgemeinschaft in tiefe Trauer."

Mit Dörner sei nicht nur der größte Spieler der Vereinsgeschichte verloren gegangen – sondern auch einen Mensch, "der unser aller Herz erobert hatte". "Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Menschen, die 'Dixie' ganz besonders nahestanden. Wir drücken in diesen schweren Stunden seinen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern unser tief empfundenes Mitgefühl aus." 

Mehrere Meistertitel und Olympia-Gold

Zwischen 1969 und 1986 lief Dörner, der auch "Beckenbauer des Ostens" genannt wurde, 558-mal für Dynamo auf und erzielte dabei 101 Tore. Auch im Europapokal kam der anfangs in der Offensive, später als Libero aufgebotene Spieler 65-mal für die SGD zum Einsatz, wobei ihm sieben Treffer gelangen. Im Trikot der Sportgemeinschaft, bei der er die Rückennummer 3 trug, wurde er fünfmal Meister und feierte ebenfalls fünf FDGB-Pokalsiege. Darüber hinaus bestritt er 100 Spiele für die DDR und gewann 1976 mit dem Olympia-Team die Goldmedaille in Montreal. Am 11. Oktober 2019 wurde Dörner in die "Hall of Fame" des Deutschen Fußballmuseums aufgenommen.

"Mit seinen überragenden Fähigkeiten als absoluter Ausnahmespieler hat er damals das Libero-Spiel mit besonderer Eleganz vollkommen neu interpretiert. Hervorzuheben ist gleichermaßen sein großartiges Engagement für die Belange unserer Sportgemeinschaft nach der aktiven Karriere. Seine Kompetenz und sein riesiger Erfahrungsschatz sowie seine Persönlichkeit und Menschlichkeit werden der SG Dynamo Dresden in der aktiven Gremienarbeit sehr fehlen", so Scholze. 

Nach der Wiedervereinigung übernahm "Dixie" als erster ehemaliger DDR-Trainer überhaupt einen Trainerposten in der Bundesliga. 1996 übernahm er die Mannschaft des SV Werder Bremen. Später war Dörner beim FSV Zwickau, Al-Ahly Kairo, dem VfB Leipzig und beim Radebeuler BC als Trainer aktiv. 

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

rw

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