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Auch Reus trifft DFB-Pokal am Montag: BVB siegt souverän, HSV und Bielefeld blamieren sich

BVB
Schwarz-gelber Jubel nach dem Treffer von BVB-Stürmer Marco Reus zum 0:5 gegen den MSV Duisburg
© Thilo Schmuelgen / AFP
Borussia Dortmund steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Der Hamburger SV hat sich dagegen gegen Dynamo Dresden blamiert und Regionalligist Rot-Weiss Essen sorgte für eine weitere Überraschung.

Zweimal hat sich am Montagabend der David gegen den vermeintlichen Goliath in der ersten Runde des DFB-Pokals durchgesetzt. Für den Hamburger SV und Arminia Bielefeld beginnt nach ihren Niederlagen die neue Spielzeit damit direkt mit einer kleinen Krise. Im dritten 18:30-Uhr-Spiel setzte sich dagegen der Favorit Hannover 96 durch. Auch Borussia Dortmund wurde seiner Favoritenrolle souverän gerecht.

Die Partien im Überblick:

MSV Duisburg vs. Borussia Dortmund 0:5

Marco Reus erzielte ein Blitztor beim Comeback, Teenager Jude Bellingham überragte beim Debüt: An einem fast perfekten Abend hat Borussia Dortmund der Titel-Forderung von Trainer Lucien Favre erste Taten folgen lassen und ist souverän in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Vize-Meister gewann rund 50 Kilometer vor der eigenen Haustür beim Drittligisten MSV Duisburg deutlich mit 5:0 (2:0). Favre hatte am Sonntag den Pokalsieg als Ziel ausgegeben – eine ungewohnt forsche Ansage des Schweizers. Nach vier Final-Einzügen in Folge war der BVB zuletzt dreimal hintereinander im Achtelfinale ausgeschieden.

Reus kam in der 57. Minute zu seinem ersten Pflichtspiel seit 223 Tagen und traf direkt eine halbe Minute später. Beim Pokal-Aus am 4. Februar bei Werder Bremen hatte er sich eine später sehr hartnäckige Adduktorenverletzung zugezogen. Neben Jadon Sancho (14., Handelfmeter), Thorgan Hazard (39.) und Axel Witsel (50.) traf zudem auch Neuzugang Bellingham (30.), der darüber hinaus im defensiven Mittelfeld mit Ruhe und Technik überzeugte. Lehrgeld zahlte der 17-Jährige nur bei einer Gelben Karte wegen Ballwegschlagens (21.); wohl deshalb musste er auch zur Pause schon raus. 

Die ambitionierten Duisburger erlitten fünf Tage vor ihrem Liga-Auftakt bei Hansa Rostock über weite Strecken eine bittere Lehrstunde, mussten nach der Roten Karte gegen Dominic Volkmer (38./Notbremse) aber auch über 50 Minuten in Unterzahl agieren.

Dynamo Dresden vs. Hamburger SV 4:1

Der Hamburger SV hat seinem neuen Trainer Daniel Thioune das Pflichtspiel-Debüt gründlich vermiest. Der Zweitligist unterlag bei Dynamo Dresden in der 1. Runde um den DFB-Pokal mit 1:4 (0:2). Yannick Stark hatte den Drittligisten bereits nach drei Minuten in Führung gebracht, die Robin Becker (16.) zum Jubel der 10.053 Zuschauer im Rudolf Harbig-Stadion früh ausbaute. Nach dem Wechsel traf Christoph Daferner (53.) zur Vorentscheidung. Amadou Onana gelang eine Minute vor dem Ende der HSV-Ehrentreffer, ehe Sebasian Mai (90.+5) mit dem Schlusspfiff den Endstand markierte.

Der HSV fand nur schwer ins Spiel und musste nach Fehlern in der Abwehr zwei schnelle Gegentore einstecken. Es waren die ersten Torannäherungen der Sachsen. Im Aufbau wirkten die Hanseaten zu pomadig und langsam. Erst nach einer halben Stunde wurde der HSV etwas gefährlicher. Wirklich klare Chancen waren aber auch nach der Pause selten, stattdessen traf Dynamo mit einem satten Fernschuss und beruhigte damit das eigene Spiel. Danach zog sich der Gastgeber zurück und lauerte auf Konter, der ideenlose HSV konnte mit der optischen Überlegenheit nichts anfangen.

Rot-Weiss Essen vs. Arminia Bielefeld 1:0

Auch Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld ist in der ersten Runde des DFB-Pokals überraschend ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus unterlag beim Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen verdient mit 0:1 (0:1) und verpatzte ihre Generalprobe fünf Tage vor dem Erstliga-Auftakt am Samstag bei Eintracht Frankfurt gründlich. RWE-Torjäger Simon Engelmann erzielte vor 300 erlaubten Zuschauern im Essener Stadion an der Hafenstraße den Siegtreffer in der 33. Spielminute. 

Der herrlich heraus gespielte Treffer für die Elf von Trainer Christian Neidhart nach einer guten halben Stunde kam nicht überraschend. Sandro Plechaty verarbeitete einen tollen Diagonalpass von Alexander Hahn und legte mit Übersicht zurück auf Engelmann, der eiskalt einschob. Kurz darauf hätte der Torjäger fast das 2:0 erzielt, verpasste aber knapp.

Würzburger Kickers vs. Hannover 96 2:3

Hannover 96 hat die Erstrunden-Aufgabe im DFB-Pokal beim neuen Zweitliga-Konkurrenten Würzburger Kickers souverän gelöst. Die deutlich überlegenen Niedersachsen gewannen in der zuschauerlosen Arena am Dallenberg mit 3:2 (1:0) und demonstrierten dem Aufsteiger aus Unterfranken die Stärke der 2. Fußball-Bundesliga.

Stürmer Hendrik Weydandt (23. Minute), Kapitän Dominik Kaiser (59.) und Abwehrspieler Timo Hübers (78.) sorgten für eine 3:0-Führung der Gäste. Arne Feick (89.) und Robert Herrmann (90.+5) mit einem verwandelten Foulelfmeter konnten für Würzburg nur verkürzen.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde nach seiner Erstveröffentlichung aktualisiert.

wue DPA

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