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Familie des Profis beleidigt? Eklat nach Pokal-Aus: HSV-Spieler geht auf pöbelnden Fan los

HSV-Profi Toni Leistner
Voller Einsatz in und nach dem DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden: HSV-Profi Toni Leistner
© Screenshot / Twitter, Robert Michael / DPA
Wildes Handgemenge nach Abpfiff: HSV-Profi Toni Leistner hat sich auf der Tribüne des Dresdner Stadions eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Zuschauer geliefert. Was war Auslöser für den Eklat?

HSV-Profi Toni Leistner hat sich nach dem Pokal-Aus seines Klubs bei Dynamo Dresden eine handgreifliche Auseinandersetzung mit einem Zuschauer auf der Tribüne des Rudolf-Harbig-Stadions geliefert.

Wie eine Aufnahme des Fernsehsenders Sky sowie ein privat erstelltes Video in den sozialen Netzwerken zeigen, erklomm der 30-jährige gebürtige Dresdner zu Beginn eines TV-Interviews nach dem Schlusspfiff vor der Tribüne die Stufen auf die Ränge, packte einen Mann am Kragen und drückte diesen zu Boden. Andere Zuschauer griffen ein und trennten den Innenverteidiger von seinem Kontrahenten. Ein Ordner schaltete sich ein und drängte Leistner beiseite.

Wurde Familie des HSV-Profis beleidigt?

Mutmaßlich wurde der HSV-Profi von dem Zuschauer provoziert. Im Interview mit Sky erklärte Leistner: "Meine Familie lasse ich nicht beleidigen." Das Gespräch vor der Tribüne brach er nach wenigen Sekunden ab, während von den Rängen weiter aggressive Rufe zu hören waren. Auch Getränkebecher flogen.

Was genau vorgefallen ist, blieb zunächst unklar. HSV-Trainer Daniel Thioune sagte laut Nachrichtenagentur DPA zu der Situation: "Ich habe nichts mitbekommen und nur gesehen, dass Toni Leistner den Rückweg von der Tribüne angetreten hat. Da muss sicherlich was im Vorfeld geschehen sein, aber ich kann es nicht bewerten, weil ich keine Bilder gesehen habe, wovon das ausgegangen ist."

Rund zweieinhalb Stunden nach dem Vorfall erklärte sich Leistner auf seinem Instagram-Kanal. Er selbst, aber vor allem seine Frau und seine Tochter, seien "extrem und massiv unter der Gürtellinie" beleidigt worden. In diesem Moment seien ihm "die Sicherungen durchgebrannt", so der Sportler. "So etwas darf mir dennoch niemals passieren. Ich bin Familienvater, der als Vorbild dienen will." Leistner bat um Entschuldigung versprach, dass "so etwas nie wieder passieren wird".

Welche (sport-)rechtlichen Folgen der Eklat für den Profi und/oder den Zuschauer haben wird, ist noch nicht bekannt.

Leistners Verein, der Zweitligist Hamburger SV, hatte das Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Drittligist Dynamo Dresden mit 1:4 verloren. Insgesamt 10.053 Zuschauer verfolgten nach Angaben des Heimvereins die Partie live im Dresdner Stadion – erstmals konnten Fans dort nach der Beginn der Coronakrise in Deutschland wieder auf den Tribünen bei einem Fußballspiel dabei sein.

Alles zu den Montagabendspielen im DFB-Pokal lesen Sie hier.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde um die Stellungnahme Leistners ergänzt.

Quellen: Sky, Instagram-Kanal Tino Leistner, Nachrichtenagentur DPA

wue

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