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NBA: Nowitzki droht mit Dallas frühes Playoff-Aus

Jetzt wird es eng für Dirk Nowitzki und Co. Auch im zweiten Spiel in Houston setzte es für die Mavericks eine Niederlage, unter anderem weil Nowitzki einen schwachen Tag erwischte.

Dirk Nowitzki (r.) traf nur drei seiner 14 Feldwürfe und kam insgesamt auf zehn Punkte

Dirk Nowitzki (r.) traf nur drei seiner 14 Feldwürfe und kam insgesamt auf zehn Punkte

Dirk Nowitzki starrte nach dem nächsten Rückschlag in der Playoff-Serie gegen den Texas-Rivalen aus Houston einfach nur noch ins Leere. Mit einem Handtuch über den Schultern verfolgte Deutschlands Basketball-Superstar die letzten Szenen der 99:111-Niederlage bei den Rockets.

"Wir haben offensiv nichts wirklich zustande gebracht", sagte Dirk Nowitzki nach der Partie frustriert. Durch die zweite Pleite im zweiten Spiel stehen die Dallas Mavericks in der Best-of-Seven-Serie bereits gewaltig unter Druck.

Nowitzki kam nicht in den Rythmus

In 94 Prozent solcher Fälle schied das in Rückstand liegende Team in den Playoffs am Ende auch aus. Allerdings macht der Blick in die Statistik auch ein ganz klein wenig Mut. Mit dem Würzburger lagen die Texaner bislang siebenmal mit 0:2 in der K.o.-Runde zurück, zweimal konnten sie die Serie noch drehen. Zuletzt gelang dieser Kraftakt 2005 - beim 4:3-Erstrundensieg über den aktuellen Gegner Houston.

Auch Nowitzki hatte einen gebrauchten Tag erwischt und kam auf für seine Verhältnisse mickrige zehn Punkte. "Ich bin heute einfach nicht in den Rhythmus gekommen, ich weiß auch nicht, warum. Ich hatte leider heute nicht den Touch", sagte der Kapitän, der nur katastrophale drei von 14 Versuchen aus dem Feld traf.

Bis zu Beginn des Schlussviertels sah es für den NBA-Champion von 2011 noch gut aus, die Gäste lagen sogar mit 84:81 in Front. Doch dann erlebte das Team von Trainer Rick Carlisle wieder einmal einen dramatischen Zusammenbruch. Ohne jegliche Aggressivität in der Defensive präsentierten sie den Hausherren den Erfolg quasi auf dem Silbertablett, was die Rockets um Star-Center Dwight Howard zu einem regelrechten Dunking-Festival nutzten. "Mensch, das war bei den beiden wie in ihrer Zeit als Teenager", sagte Rockets-Star James Harden zu den Flugeinlagen von Josh Smith und Dwight Howard.

Rondo im Clinch mit Carlisle

"Wir hatten ein schwieriges viertes Viertel, wie schon so oft diese Saison", monierte Nowitzki. Zu allem Überfluss haben die Mavs in dieser kritischen Saisonphase auch wieder eine hausgemachte Point-Guard-Diskussion. Der im Laufe der Hauptrunde mit großen Erwartungen nachverpflichtete Rajon Rondo blieb in Houston wieder einmal ein Schatten seiner selbst. Nicht einmal zehn Minuten ließ Carlisle seinen Aufbauspieler auf dem Parkett. "Mir hat es gefallen, wie die anderen Jungs gespielt haben. Deshalb habe ich ihn nicht mehr gebracht", sagte der Dallas-Coach zu der brisanten Personalie lapidar.

Rondo rauschte nach der erneuten Demütigung wortlos davon. Längst gilt sein Abgang im Sommer als beschlossene Sache. Wie der 29-Jährige sein Team im dritten Spiel am Freitag wieder auf Kurs bringen soll, ist schleierhaft. Die Mavs liegen am Boden. "Wir haben einen Tiefschlag wie von Mayweather kassiert", sagte Amar'e Stoudemire mit Blick auf den Profiboxer, der Anfang Mai in Las Vegas auf Manny Pacquiao trifft.

stb/DPA / DPA

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