Schwimmen Damen-Staffel locker ins Finale


Die deutschen Frauen sind locker in die Olympischen Spiele von Athen gestartet. Franziska van Almsick wurde für den Endlauf am Abend geschont.

Das Quartett über 4 x 100 m Freistil mit Petra Dallmann, Britta Steffen, Daniela Götz und Antje Buschschulte zog am Samstag in 3:41,19 Minuten als Vierte hinter Australien, den USA und den Niederlanden ungefährdet in das Finale ein. "Franzi"-Superstar nutzte den Vorlauf über 100 m Schmetterling zum Einschwimmen und meldete anschließend für das Halbfinale ab. "Wir haben uns mit der Staffel viel vorgenommen. Da brauche ich sämtliche Kräfte, die ich aufbringen kann". So begründete sie ihre Entscheidung. Die Topstars Michael Phelps und Ian Thorpe ließen zum Auftakt in ihren Vorläufen über 400 m Lagen und 400 m Freistil nichts anbrennen.

Erster deutscher Rekord in Athen

Jens Kruppa (Riesa) markierte mit 1:01,19 Minuten über 100 m Brust den ersten deutschen Rekord in Athen und zog als Vorlauf-Achter wie sein Vereinskamerad Rene Kolonko (16.) in das Halbfinale ein. Kruppa verbesserte die acht Jahre alte Bestmarke von Mark Warnecke um 14/100 Sekunden. "Ich hatte keine Ahnung, wie schnell ich hier bin", sagte Kruppa, "jetzt kann nichts mehr passieren." Nicole Hetzer (Burghausen) erreichte als Vorlauf-Fünfte das Finale über 400 m Lagen: "Ich bin überglücklich." In dem deutschen Meister Heiko Hell (Hamburg/18.) und Christian Hein (Würzburg/10.) über 400 m Freistil sowie Teresa Rohmann (Erlangen/18.) über 400 m Lagen schieden drei Deutsche zum Auftakt in den Vorläufen aus.

Franzi zufrieden

Franziska van Almsick startete mit Verzögerung. Mit 0,86 Sekunden hatte sie die mit Abstand schlechteste Reaktionszeit in ihrem Vorlauf, erreichte als Elfte in 59,53 Sekunden aber klar das Halbfinale. "Es war ganz gut", sagte sie, "es waren ja nur die 100 Meter Schmetterling." In Absprache mit der Mannschaftsleitung verzichtete sie zu Gunsten der Staffel auf das Semifinale. Über 200 m Freistil will die Weltrekordlerin am Dienstag Gold.

Staffel will Medaille

"Der Druck ist von uns genommen, aber wir bleiben dabei, wir wollen eine Medaille gewinnen", sagte Beckmann mit Blick auf die Staffel. Nach seiner Einschätzung ist der Weltrekord der DSV-Mädchen von 2002 nach dem Finale Vergangenheit. US-Boy Phelps zog über 400 m Lagen in 4:13,29 Minuten als souveräner Vorlaufsieger locker in den Endlauf ein. Der Weltrekordler, der in Athen acht Mal an den Start geht und den Rekord seines Landsmannes Mark Spitz mit sieben Mal Gold von München 1972 brechen will, ließ Europarekordler Laszlo Cseh aus Ungarn (4:14,26) deutlich hinter sich. Phelps’ australischer Kontrahent im Kampf um den Titel des "Schwimm-Königs" von Athen, Ian Thorpe, begnügte sich als Weltrekordler und Olympiasieger über 400 m Freistil in 3:46,55 Minuten hinter seinem Landsmann Grant Hackett (3:46,36) mit Rang zwei.

DPA


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