HOME

Stern Logo Olympia 2008

Peking-Skizzen, Teil 13: Die Welt ist zu Gast - endlich

Beim Tischtennis, Fechten oder Handball - es gibt sie, die internationalen Fans, aber leider viel zu wenige. Bei der Leichtathletik ist das anders: Da machen die Afrikaner und Karibik-Boys richtig Stimmung. Das internationale Flair Olympias ist endlich angekommen. Nur eines fand ich am Samstagabend im "Vogelnest" so richtig nervig.

Von Jens Fischer, Peking

Seit Freitag herrscht hier in Peking eine andere Stimmung. Seit dem Beginn der Leichtathletik sind die Olympischen Sommerspiele 2008 endlich das, was sie auch sein sollten: Ein multikulturelles Happening. Für mich sah das bis zu diesem Freitag noch anders aus. Ich war überall, ich war beim Handball, ich war beim Basketball, Fechten habe ich gesehen, Schwimmen und Tischtennis. Alles Sportarten also, die in der Halle stattfinden. Natürlich waren dort neben den chinesischen Zuschauern auch Fans anderer Länder - aber die tolle internationale Atmosphäre habe ich dort leider bisher nicht erlebt.

Gestern Abend war das anders. Gestern Abend habe ich im Pekinger "Vogelnest" die bisher einrucksvollsten Momente meiner Olympischen Spiele erlebt. Der "Weltrekord-Lauf" des Usain Bolt über die legendären 100 Meter wird mir für mich immer unvergessen bleiben. Einfach unfassbar, wie dieser Typ aus Jamaika die Massen in seinen Bann gezogen hat. Wie er sich nach 70 Metern umblickte, keinen Rivalen mehr sah und fast gemütlich ins Ziel gelaufen ist.

Auge in Auge mit dem Sprintstar

Ich hatte aber auch einen Spitzen-Platz und war nur etwas 20 Metern von den Läufern entfernt. Mir kam es fast so vor, als würde dieser Bolt mir ins Gesicht blicken und sich heimlich einen grinsen: Schau her, Fischer, ich könnte noch viel schneller rennen, aber warum sollte ich?

Die sportliche Leistung des Karibik-Boys war zugegeben beeindruckend, aber noch viel besser war es, die Stimmung zu erleben, als ich am späten Abend nach getaner Arbeit das Stadion verließ. Es war eine milde Sommernacht, und die Menschen auf dem riesigen Vorplatz des Stadions waren glücklich. Ganz speziell die vielen Fans aus der Karibik, aus Jamaica, Trinidad oder Barbados, machten mich mit ihrer Fröhlichkeit und ihren guten Laune happy. Sie brachten eine Stimmung nach Peking, auf die ich so lange gewartet hatte. Olympia ist ja auch das Treffen verschiedener Kulturen - und jetzt endlich war es soweit.

Picknick vor dem Vogelnest

Aber neben den vielen internationalen Gästen waren es auch die Chinesen, die gute Laune machten. Überhaupt ist das Areal rund um "Watercube" und "Vogelnest" zu einem richtigen Ausflugsziel der Chinesen geworden. Aus dem ganzen Land reisen die Familien an, um hier in Peking ihren Spielen einmal ganz nah zu sein. Vom kleinen Baby bis zur Oma - ganze Großfamilien bevölkern das olympische Gelände und machen Urlaub. Sie schießen massenweise Fotos, in allen möglichen Posen, machen Picknick und genießen den Tag. Das macht einfach Spaß zu sehen und so etwas gibt es so wohl nur bei Olympia.

Olympia hier in Peking ist auch ein Festival der Lightshows. Die Chinesen illuminieren alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Klar, die ganze Welt kennt den faszinierenden "Watercube" und das sagenhafte "Vogelnest" - aber es gibt unzählige Gebäude-Komplexe um diese beiden Wahrzeichen herum, die ebenfalls sehr beeindruckend sind. Da werden riesige Lichtgestalten an die Wand geworfen, alles blinkt und leuchtet, es ist ein einziges Lichtspektakel. Wirklich toll, was die chinesischen Organisatoren sich hier überlegt haben. Und für die einheimische Bevölkerung ein Fest der Technik, das sie sich auf keinen Fall entgegen lassen wollen.

Einen faden Beigeschmack hatte dieser Samstagabend dann aber leider doch noch. Die amerikanischen Fans im Stadion und auch die unglaublich vielen Ami-Journalisten waren einfach unerträglich. Dieser Hype, diese Sensationsgier, alles ist "amazing" und "wonderful" - das ist nur noch nervig! Von daher gehe ich heute wieder woanders hin - zu einer Sportart, die dem "großen Bruder" nicht so wichtig ist.

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.