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Hotel-Chaos vor Olympia: Die Bruchbuden von Sotschi

Reservierung verschwunden, kein Licht - und das Wasser ist giftig. Zwei Tage vor Olympia berichten Journalisten auf Twitter über die desaströsen Zustände in den Hotels von Sotschi.

Dass die Toilettensituation in Sotschi reichlich skurril ist, ist bekannt. Doch auch außerhalb des stillen Örtchens scheint kurz vor den Olympischen Winterspielen noch einiges im Argen zu liegen: Auf Twitter beschweren sich Journalisten, die schon vor Ort sind, über die Zustände in ihren Hotels. Sofern sie denn überhaupt ein Zimmer bekommen haben: Shaun Walker von der Zeitung "The Guardian" musste erst einmal mit der Bar vorliebnehmen. "Vorbereitungen" an seinem Zimmer, sagt das Hotel. Origami aus Toilettenpapier, hofft der Reporter.

Kevin Bishop von der BBC fehlt es zwar nicht an Platz zum Schlafen, dafür hat die Rezeption seines Hotels keinen Boden. Immerhin wird man aber vom Präsidenten persönlich begrüßt.

Zwei Dinge scheinen in Sotschi Mangelware zu sein: Türgriffe und Glühbirnen. "Yahoo"-Sportkolumnist Dan Wetzel hat die Lösung: Tauschhandel.

Stacy St. Clair hat viel ernstere Probleme. Die Reporterin des "Chicago Tribune" wohnt in einem Hotel, in dem das Wasser nach Aussage der Rezeption "etwas sehr Gefährliches" enthält. Gesund sieht die Brühe jedenfalls nicht aus. St. Clairs Ausweg: "Ich habe mein Gesicht gerade mit Evian gewaschen, als wäre ich Kim Kardashian oder so."

Matt Guttmann vom Sender ABC schwört nach dem Frühstück hingegen auf die Frische und Qualität von russischem Honig: "Die haben sogar die Biene drin gelassen."

Unter @SochiProblems haben die kleinen Unannehmlichkeiten in der Olympiastadt mittlerweile sogar ihren eigenen Twitter-Account.

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Timo Brücken

Wissenscommunity