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200-Meter-Halbfinale: Neues Bolt-Foto: Leg dich nicht mit Usain an!

Auch im 200-Meter-Halbfinale war Usain Bolt für ein denkwürdiges Foto gut: Weil der Kanadier André De Grasse dem Jamaikaner gefährlich nahe kam, handelte er sich vom Sprint-Star auf der Ziellinie eine scherzhafte Abmahnung ein.

Auch im 200-Meter-Halbfinale war Usain Bolt für ein denkwürdiges Bild gut

Der Kanadier André De Grasse (L.) hielt im 200-Meter-Halbfinale gut mit - Usain Bolt reagierte mal wieder auf seine ganz eigene Art

Wieder ein Halbfinale, wieder ein denkwürdiges Foto: In den Olympia-Vorläufen legt Usain Bold nicht nur lockere Siege hin, sondern sorgt auch für die besten Bilder in Rio. Während des 100-Meter-Laufs grinste er im Vorbeisprinten so locker und überlegen in die Kamera, dass das entstandene Foto zu DEM Bild der Olympischen Spiele wurde. Über 200 Meter bekam der Jamaikaner allerdings starke Konkurrenz. Der Kanadier André De Grasse holte auf der Zielgerade nochmal mächtig auf, kam fast zeitgleich mit Bolt über die Ziellinie - und holte sich vom Sprint-Star daraufhin einen nicht ganz ernst gemeinten Rüffel ab.

Bolt und De Grasse hatten sich einen aufreizenden Lauf ins Finale geboten. Der elffache Weltmeister konnte auf den letzten Metern wie gewohnt das Tempo rausnehmen, der erst 21-jährige De Grasse ließ aber nicht locker. Auf den Bildern des Laufs ist zu sehen, wie den näherrückenden Konkurrenten bemerkt. Er wendet den Kopf, fast scheint es, als hielten die beiden einen kleinen Plausch, dann lacht der Sprint-Star. Und scheint dem Kanadier mit erhobenem Finger scherzhaft zu drohen. "Das war echt unnötig", sagt Bolt vergnügt nach dem Rennen. "Er hätte langsamer machen sollen. Ich habe ihm gesagt: 'Was machst du? Es ist ein Halbfinale.'" Bolt selbst indes war nach eigener Einschätzung "ein bisschen faul, aber ich bin durchgekommen."

Gatlin scheidet aus

Tatsächlich ist De Grasse im Finale nun wohl Bolts stärkster Kontrahent. Auf das Duell mit dem Rivalen  über die 200 Meter in Rio de Janeiro muss der Jamaikaner verzichten. Der von Problemen am Knöchel gehandicapte US-Amerikaner schied unerwartet in der Vorschlussrunde aus. 

"Ich war nicht wirklich überrascht. Ich dachte eigentlich, er schafft es. Aber ab 100 Meter konnte ich sagen, dass er langsamer wurde", sagte Bolt nach seiner persönlichen Saisonbestzeit von 19,78 Sekunden. Der Superstar selbst sieht sich "auf einem guten Weg".

Bolt will auf seiner Mission drittes Gold-Triple bei Sommerspielen über 100 Meter, 200 Meter und 4 x 100 Meter den nächsten Triumph feiern. Den Anfang hat er schon am Sonntagabend über die kurze Sprintdistanz eindrucksvoll gemacht. Dort verwies er Gatlin mal wieder auf den zweiten Rang. André De Grasseg gewann über 100 Meter Bronze.

car/mit DPA