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Ski-Freestyle-Dilettantin Sie ist die schlechteste Sportlerin bei Olympia, aber das stört sie nicht

"Dabei sein ist alles" - etwas zu wörtlich interpretiert Elizabeth Swaney das olympische Motto. Die gebürtige US-Amerikanerin startet für Ungarn bei den Winterspielen in Pyeongchang. Und das als, nun ja, semi-begabte Ski-Freestylerin in der Halfpipe. Bei ihrem Qualifikationslauf kommt sie ohne einen einzigen Trick aus – immerhin: sie stürzt nicht. Sie beendet sie den Wettkampf abgeschlagen als Letzte, über 60 Punkte hinter der späteren Siegerin Cassie Sharpe aus Kanada (die deutsche Teilnehmerin Sabrina Cakmakli erreichte Rang acht). Aber wie schafft man es mit so wenig Können zu Olympia? Die 33-Jährige bedient sich zweier Tricks. Zum einen geht sie für Ungarn an den Start, ihre Großeltern stammen von da. So entgeht sie der starken US-Konkurrenz. Zum anderen profitiert sie vom dünnen Teilnehmerfeld. Bei Weltcup-Veranstaltungen gibt es für die Top-30 Punkte. Oftmals gibt es gar nicht so viele Teilnehmer. Sie sammelt die Sportlerin auch mit überschaubaren Leistungen die nötigen Punkte für die Olympia-Qualifikation. Kurios: Es ist nicht Swaneys erster Versuch, an Olympia teilzunehmen. Sie wollte als Skeleton-Pilotin für Venezuela (ihre Mutter wurde da geboren) antreten, scheiterte aber an der Qualifikation. Aber nicht nur im Sportlichen steckt sich die junge Frau hohe Ziele: 2003 trat sie im zarten Alter von 19 Jahren bei den Gouverneurswahlen in Kalifornien an. Gegen keinen Geringeren als Arnold Schwarzenegger. Den Namen Elizabeth Swaney sollten wir also auch in Zukunft auf dem Zettel haben.
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Die US-Amerikanerin Elizabeth Swaney startet bei den Winterspielen in Pyeongchang. Und das als semi-begabte Ski-Freestylerin in der Halfpipe. Wie schafft man es mit so wenig Können zu Olympia?

Sehen Sie hier Elizabeth Swaneys kompletten Lauf bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Video.


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