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Rassismus-Skandal in der NBA: Oprah Winfrey will Los Angeles Clippers kaufen

Der Boss der Los Angeles Clippers, Donald Sterling, wurde nach rassistischen Äußerungen auf ewig gesperrt. Der Verein soll verkauft werden. Talkshow-Ikone Oprah Winfrey will zugreifen.

Nach dem Rassismus-Skandal um die Los Angeles Clippers hat eine prominente Gruppe um US-Moderatorin Oprah Winfrey Interesse an der Basketball-Mannschaft angemeldet. Winfrey moderiert eine der erfolgreichsten US-Talkshows (The Oprah Winfrey Show). Sie gehört zu den wichtigsten Menschen in den USA, das Forbes Magazin zählte die Moderatorin und Unternehmerin 2010 gar zu den TOP 100 der einflussreichsten Menschen der Welt. Sollte der bisherige Eigentümer Donald Sterling von der NBA wegen seiner rassistischen Äußerungen zum Verkauf gedrängt werden, dann stehe man zum Kauf bereit, sagte Unterhaltungsmogul David Geffen am Mittwoch dem Sender ESPN. Geführt werden solle der Klub von Oracle-Chef Larry Ellison, Winfrey sei eine Investorin.

Als an den Clippers interessiert gelten auch eine Investorengruppe um Earvin "Magic" Johnson sowie Box-Weltmeister Floyd Mayweather.

Skandal löste weltweit Empörung aus

"Bring keine Schwarzen zu meinen Spielen mit": Auf zwei veröffentlichten Aufzeichnungen ist Sterling zu hören, wie er im Gespräch mit seiner Freundin diskriminierende Bemerkungen gegenüber Afro-Amerikanern macht. Der Clippers-Boss sorgte damit für einen riesen Skandal - und löste weltweit Empörung aus. NBA-Boss Adam Silver reagierte und sperrte ihn auf Lebenszeit, die Hauptsponsoren beendeten die Zusammenarbeit mit dem Club. Sterling gab sich zuletzt kämpferisch. Er werde den Basketball-Club nicht verkaufen, erklärte der 80 Jahre alte Milliardär dem TV-Sender "Fox News".

fme/DPA / DPA

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