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Simoncelli stirbt bei MotoGP-Rennen Der Tod im Nacken


Zahlreiche Sicherheitssysteme sollen das Leben von Profi-Motorradfahrern schützen. Doch hundertprozentigen Schutz können auch sie nicht bieten. Der italienische Rennfahrer Marco Simoncelli erlag am Sonntag nach einem schweren Unfall seinen Verletzungen.

Der tragische Tod des Italieners Marco Simoncelli hat die Risiken im Rennsport erneut offenbart. Gerade im Motorrad-Bereich gehören normale Rennunfälle zum Alltag. So musste im vergangenen Jahr auch der erst 19-jährige Japaner Shoya Tomizawa sein Leben lassen, als er wie Simoncelli von nachfolgenden Fahrern überrollt wurde. Wenn die 150 Kilogramm schweren Zweiräder mit einer Geschwindigkeit um die 200 Kilometer pro Stunde auf einen Menschen prallen, helfen auch die besten Sicherheitsmaßnahmen auf und neben der Strecke nichts.

Daher bemühen sich seit Jahrzehnten Hersteller darum, ihre Lederkombis für Motorrad-Rennfahrer mit immer neuen Sicherheitsfeatures auszustatten. Hightech-Protektoren, Schutzpolster für Wirbelsäule, Schultern, Ellbogen, Knie und andere bedrohte Körperteile stehen im Blickpunkt. Materialien wie Kohlefaser und Kevlar werden verwendet. Auch Airbags, die vor allem Hals und Kopf bei einem Aufprall schützen, gehören zur Ausstattung.

Namhafte Unfallforscher, Hochschulen und Experten für Sicherheitssysteme aus dem Automobilbau sind ständige Gesprächspartner. Zwischenzeitlich werden Errungenschaften aus dem Vierradbereich wie beispielsweise die für die Formel 1 entwickelte Nackenstütze HANS (Head- and Neck-Support) in die Zweiradwelt übertragen. Verliert ein Fahrer aber noch vor dem entscheidenden Aufpral" seinen Helm, hat er wie im Fall Simoncelli kaum Überlebenschancen. Der 24-Jährige erlag am Sonntag noch an der Rennstrecke seinen schweren Verletzungen.

jwi/DPA DPA

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