VG-Wort Pixel

Snooker Williams lässt nach WM-Sieg die Hüllen fallen

Mark Williams gerührt von Sieg bei Snooker-Weltmeisterschaft
Überwältigt vom Sieg: Snooker-Weltmeister Mark Wiliams
© Richard Sellers / DPA
Snooker-Fans ist am Montagabend ein spannendes WM-Finale geboten worden. Mark Williams konnte sich schließlich gegen John Higgins durchsetzen und feierte seinen dritten WM-Titel auf ganz besondere Art.

Nach 15 Jahren ist Mark Williams zurück an der Spitze: Der Waliser sicherte sich bei der Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield den dritten Titel seiner Karriere - ein Triumph, an den er selbst wohl nicht mehr geglaubt hat. Das spiegelte auch sein Auftritt kurz nach dem Sieg am Montagabend wider.

Nach seinem 18:16-Finalsieg über den Schotten John Higgins entledigte sich Williams all seiner Klamotten und sprach mit nacktem Oberkörper bei der folgenden Pressekonferenz. Um die Hüften hatte er sich lediglich ein Handtuch gewickelt. Hintergrund war eine Aussage, die "The Welsh Potting Machine" vor dem Turnier getroffen hatte. Er sagte, er werde nackt vor die Presse treten, wenn er nochmals Weltmeister werde. Am Montagabend fügte der Weltmeister an: "Jetzt muss ich es ja machen. Ich hoffe, das gibt keine Strafe." 

Überwältigter Sieger in Sheffield

Williams ist mit seinen 43 Jahren der älteste Snooker-Weltmeister seit 1978. Für das Siegerfoto mit dem silbernen Pokal holte er seine ganze Familie an den Snooker-Tisch. An der Seite seiner beiden Söhne und seiner Frau konnte der neue Weltmeister sein Glück voll genießen: "Es ist unglaublich. Vor 12 Monaten war ich noch nicht mal hier. Das Publikum war fantastisch. Ich kann es einfach nicht glauben", sagte Williams, der nach seinem Sieg komplett überwältigt wirkte.

Das Endspiel mit Höhen und Tiefen war ein Sinnbild für Williams' bewegte Laufbahn. Vor einem Jahr scheiterte "The Welsh Potting Machine" an der Qualifikation für das wichtigste Turnier des Jahres und kokettierte mit dem Rücktritt. "Letztes Jahr habe ich ans Aufgeben gedacht. Aber meine Frau hat gesagt: 'Ich kann es nicht haben, wenn du den ganzen Tag hier bist'", erzählte der Waliser.

John Higgins lobt Champion Williams

Gegen Higgins hatte Williams schon mit 14:7 geführt, später auch mit 15:10, doch es wurde noch einmal spannend. Der schottische Champion von 1998, 2007, 2009 und 2011 glich zum 15:15 aus und witterte noch einmal die Chance, als Williams in der entscheidenden Phase Pink zum Sieg verschoss. "Er ist einer der besten Spieler unter Druck", sagte Higgins über Williams.

Schon im Vorjahr hatte "The Wizard of Wishaw" im Finale verloren, damals gegen den Weltranglistenersten Mark Selby. "Bei Pink dachte ich, ich habe es wieder vermasselt", sagte der neue Champion. Doch dem war nicht so: Williams bekam bei 17:16 eine neue Chance und nutzte sie diesmal. Mit seinem dritten WM-Titel nach 2000 und 2003 zog er mit Primus Selby gleich.

fri DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker