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Beachvolleyball: Die deutsche Strandparty ist vorbei

Im heißen Strand von Piräus sind die deutschen Beachvolleyball-Träume verglüht: Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug verabschiedeten sich ebenso wie Okka Rau und Stephanie Pohl im Viertelfinale aus dem Turnier.

Die olympische Strand-Party ist für die deutschen Beachvolleyball-Teams vorzeitig zu Ende gegangen. Im glühend heißen Sand von Piräus verabschiedeten sich am Sonntag im Viertelfinale mit Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug (Berlin) sowie Okka Rau und Stephanie Pohl (Hamburg) die letzten beiden deutschen Beach-Teams aus dem Turnier. Damit bleiben die Hamburger Jörg Ahmann und Axel Hager, die in Sydney Bronze holten, die einzigen deutschen Olympia- Medaillengewinner in dieser noch jungen Sportart.

Unter strahlend blauem Himmel sahen Dieckmann/Scheuerpflug bei Sandtemperaturen von 42 Grad Celsius beim 21:16, 19:21, 10:15 gegen die Australier Julien Prosser und Mark Williams lange Zeit wie die sicheren Sieger aus. Okka Rau und Stephanie Pohl waren gegen die Amerikanerinnen Holly McPeak und Elaine Youngs beim 17:21, 17:21 dagegen chancenlos. Beide Teams beendeten das Olympia-Turnier als Fünfte. Zuvor waren Susanne Lahme/Danja Müsch sowie Markus Dieckmann/Jonas Reckermann im Achtelfinale gescheitert.

Christoph Dieckmann und sein Partner Andreas Scheuerpflug hatten am Samstag im Achtelfinale in nur 47 Minuten mit 21:19, 21:12 gegen das zweite australische Duo Andrew Schacht und Joshua Slack gewonnen und den Einzug ins Halbfinale vor Augen. «Das wäre sensationell gewesen», sagte Scheuerpflug. Gegen Prosser/Williams schien zunächst alles nach Plan zu laufen, ehe ihnen der Wind einen Strich durch die Rechnung machte.

«Es ist bei uns so wie mit Boris Becker auf Sand. Bei Wind haben wir ein Problem. Schade, dass es ausgerechnet heute so windig sein musste. Das ist total bitter», sagte Scheuerpflug, der mit seiner Olympia-Vorstellung genau wie sein Partner nicht unzufrieden war. «Es ist sehr traurig, dass wir verloren haben, aber mit unserer Leistung können wir sehr zufrieden sein», sagte Dieckmann.

Auch seine Freundin Okka Rau kam im anschließenden Damen-Spiel mit ihrer Partnerin Stephanie Pohl nicht zum Zug. Im sechsten Duell gegen die Amerikanerinnen kassierte das erneut in pinkfarbenen Bikinis angetretene Duo bereits die sechste Niederlage. Am Samstagabend hatten die beiden Deutschen vor 10 000 Zuschauern, die das Stadion in einen Hexenkessel verwandelten, Nervenstärke bewiesen und dank eines 21:12, 19:21, 15:11 gegen die Griechinnen Efthalia Koutroumanidou und Vasiliki Arvaniti ins Viertelfinale eingezogen.

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Volker Gundrum, dpa / DPA

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