VG-Wort Pixel

Basketball Deutschland verliert gegen Serbien 64 -75


Deutschland steht bei der Basketball-EM in der Zwischenrunde. Das war es aber auch schon mit den guten Nachrichten. Nach der deutlichen 64:75-Niederlage gegen Serbien ist der Einzug ins Viertelfinale kaum noch machbar.

Im vierten Gruppenspiel bei der Basketball-Europameisterschaft in Litauen kassierte die deutsche Nationalmannschaft die zweite Niederlage und hat nur noch geringe Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Schon vor der 64:75-Pleite gegen Serbien stand zwar der Einzug in die Zwischenrunde fest, doch dort wird das DBB-Team wohl drei Siege für ein erneutes Weiterkommen benötigen.

Gegen die Serben fand die deutsche Mannschaft nie zu ihrem Spiel und lief schon nach wenigen Minuten einem zweistelligen Rückstand hinterher, der wegen einer miserablen Wurfquote einfach nicht weniger wurde. Bester Werfer war wieder Dirk Nowitzki mit 25 Punkten, doch auch der Star der Dallas Mavericks erwischte nicht seinen besten Tag und setzte, von der starken serbischen Defensive stark unter Druck gesetzt, ungewohnt viele Bälle daneben.

Ganz schwacher Start

Die erste Halbzeit der deutschen Mannschaft war definitiv die schlechteste bei dieser EM. Im ersten Viertel stand es schon nach knapp zweieinhalb Minuten 9:0 für die Serben, Bundestrainer Dirk Bauermann reagierte früh mit einer Auszeit. Auch Nowitzki fand nur schwer in die Partie, von den ersten sechs Versuchen aus dem Feld heraus traf der NBA-Star nur einen.

Nach der Auszeit wurde es nur ein bisschen besser, die Serben verteidigten gut und konsequent und so ging es über einen 7:14-Rückstand mit einem 10:17 in die erste Viertelpause. Doch im Grunde änderte sich wenig, die Wurfquote der Deutschen lag bei knapp 30 Prozent, so können Basketballspiele nicht gewonnen werden. Serbien, angeführt vom starken Spielmacher Teodosic, harmonierte einfach besser und zog auf 31:18 davon.

Kurzzeitig Hoffnung keimte nach einem Zwischenspurt auf. Sechs schnelle Punkte von Nowitzki und ein schöner Korbleger von Steffen Hamann brachte das deutsche Team wieder auf sieben Zähler heran. Doch danach war gerade offensiv wieder der Wurm drin, insbesondere Chris Kaman erwischte einen schwarzen Tag. Mit einem 28:38-Rückstand ging es in die Kabine.

Kaman mit fünf Fouls raus

Nach der Pause hielt das DBB-Team das Spiel zunächst offen, der Zehn-Punkte-Rückstand wurde aber nicht weniger. Stattdessen fiel sogar die endgültige Entscheidung. Über 50:35 zog Serbien bis zum Ende des dritten Viertels auf 57:41 davon. In der Offensive lag die Verantwortung nun fast komplett auf Nowitzki, aber auch der Leader zeigte ein paar Nerven und nahm zu viele schwierige Würfe.

Kurz vor Ende der Partie war die Hoffnung dann plötzlich doch wieder da. Im deutschen Team lief der Ball nun besser, Nowitzki und auch Spielmacher Hamann übernahmen Verantwortung. Kaman stand zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Parkett, mit fünf Fouls war das Spiel für den Clipper vorzeitig beendet. Drei Minuten vor der Schlusssirene war der Rückstand auf fünf Punkte geschrumpft, doch dann zogen die Serben nochmal kurz an und so blieb es bei der völlig verdienten Niederlage.

Israel und Italien verlieren

Der Einzug in die Zwischenrunde stand bereits vor dem Spiel gegen Serbien fest. Die Deutschen profitierten von den Ergebnissen der Konkurrenz. Da Lettland mit 88:91 (45:47) gegen Israel verlor und Italien den weiter ungeschlagenen Franzosen in einem packenden Fight mit 84:91 (48:41) unterlag, war das Bauermann-Team nicht mehr von einem den ersten drei Ränge in der Gruppe B zu verdrängen.

"Natürlich sind wir erleichtert, dass die Spiele heute für uns gelaufen sind und wir unser erstes Ziel erreicht haben", sagte Bauermann vor dem Spiel. Nach der Pleite gegen Serbien geht das deutsche Team aber mit null Punkten in die nächste Runde, das Viertelfinale ist so kaum noch machbar. In den beiden Sechser-Gruppen der Zwischenrunde kommen jeweils die ersten vier Teams weiter. Deutschland trifft in Vilnius wahrscheinlich auf Gastgeber Litauen und Topfavorit Spanien, der dritte Gegner steht noch nicht fest.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker