HOME

Biathlon-WM: Martina Glagow holt Silber

Zweiter Platz für Deutschland: Martina Glagow holt bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund Silber. Gewonnen hat die Russin Jekaterina Jurjewa. Außer Glagow fuhr und schoss sich sonst keine Deutscher in die Top Ten.

Martina Glagow aus Mittenwald hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Östersund die Silbermedaille im Einzel gewonnen. Den Titel holte die Russin Jekaterina Jurjewa dank einer fehlerfreien Leistung am Schießstand. Bronze ging an die Ukrainerin Oksana Chwostenko. Doppel-Weltmeisterin Andrea Henkel, Sabrina Denkinger und die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm liefen nicht in die Top Ten.

Mit ihrem nervenstarken Auftritt in Östersund über 15 Kilometer sicherte sich die nur einen Fehler schießende Mittenwalderin zudem erstmals den Weltcup in der klassischen Disziplin. "Ich bin superglücklich", jubelte sie.

Doppel-Weltmeisterin Andrea Henkel, Simone Denkinger und die zweimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm waren beim Sieg der fehlerfrei schießenden Jekaterina Jurjewa wegen ihrer insgesamt 17 Schießfehler chancenlos. Dritte wurde wie schon im Sprint die Ukrainer Oksana Chwostenko.

Freudentränen als sie Kugel hält

Als Martina Glagow die ersehnte Medaille und die kleine Weltcup-Kristallkugel gewonnen hatte, vergoss sie Freudentränen: "Endlich hat's geklappt. Die letzten Rennen sind so bescheiden gelaufen. Vor der Saison habe ich immer gesagt, dass ich diese Kugel haben wollte. Nun habe ich sie. Aber das ist mir jetzt nicht so wichtig, wichtiger ist die Medaille", meinte sie zufrieden.

"Morgen ist es Dir nicht mehr wurscht", rief Andrea Henkel, die seit acht Jahren mit Martina Glagow bei allen Reisen auf einem Zimmer wohnt. Die Doppel-Weltmeisterin freute sich riesig für ihre Freundin, hakte nach sechs Fehlschüssen ihre Leistung ab. "Vier meiner sechs Fehler nehme ich auf meine eigene Kappe, zwei waren der Wind."

"Es war aber trotzdem ein regulärer Wettkampf, allerdings unter sehr schwierigen Bedingungen", bewertete Bundestrainer Uwe Müssiggang die Konkurrenz. "Wie Jurjewa geschossen hat, war brutal gut. Prima, dass wieder eine von uns durchgekommen ist. Damit hält unsere Serie der Saison", sagte er. Denn in allen Rennen sind die deutschen Skijägerinnen bisher auf das Sieges-Podest gelaufen.

Nervenstärke trotz Fehler ihrer Kolleginnen

Schon nach dem ersten Schießen waren die Medaillenträume von Kati Wilhelm und Andrea Henkel so gut wie geplatzt. Je zwei Fehler produzierte das Duo, während Glagow beim ersten Liegendschießen mit einer Strafminute davonkam. Bei ihr ging gleich der ersten Schuss hauchdünn daneben. "Da war etwas Pech dabei", sagte Müssiggang.

Verunsichert schaute die 28-jährige Glagow da auf ihr Gewehr, ehe sie nervenstark viermal ins Schwarze traf und sich auch in den drei folgenden Schießeinlagen keinen Fehler mehr leistete. "Es war sehr windig. Das schwierigste Schießen war das letzte. Das liegt, glaube ich, am Alter - früher habe ich mir nicht so viele Gedanken gemacht", sagte sie lächelnd und erkannte den Sieg der Russin neidlos an. "Wer bei diesen Bedingungen viermal Null schießt, der hat es verdient."

Lio/ AP/ DPA / AP / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.