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Biathlon: Goldsturm von Kati Wilhelm

Kati Wilhelm ist bei den Olympischen Winterspielen im 10 Kilometer-Verfolgungsrennen zur Goldmedaille gestürmt Teamkollegin Martina Glagow machte mit dem zweiten Platz den deutschen Doppelerfolg in San Sicario perfekt.

Kati Wilhelm ist bei den Olympischen Winterspielen im 10 Kilometer-Verfolgungsrennen zur Goldmedaille gestürmt und hat sich mit dem insgesamt dritten Olympiasieg ihrer Laufbahn zur erfolgreichsten Biathletin gekürt. "Ich bin so glücklich. Es war ein geniales Rennen", sagte die 29-Jährige aus Zella Mehlis. 1:13,6 Minuten nach ihrer Zielankunft nahm die Weltcup-Führende ihre Teamkollegin Martina Glagow in Empfang, die am Samstag mit dem zweiten Platz den deutschen Doppelerfolg in San Sicario perfekt machte.

Bronze sicherte sich die Russin Albina Achatowa, die kurz vor dem Ziel noch von Glagow abgefangen worden war. "Das war Biathlon vom Feinsten, was Kati gezeigt hat", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Auch Uschi Disl aus Moosham als Zehnte und Katrin Apel aus Frankenhain als Elfte überzeugten bei dem Rennen bei dichtem Schneetreiben. "Mich freut, dass sich keine Läuferin aufgegeben hat", meinte Müssiggang.

Das Letzte gegeben

Wilhelm war als Siebte der Sprintentscheidung vom Donnerstag 18 Sekunden hinter der Überraschungs-Olympiasiegerin Florence Baverel- Robert ins Rennen gegangen. Schon beim ersten Schießen hatte die Deutsche die Französin und die Sprint-Zweite Anna Carin Olofsson aus Schweden eingeholt. Während Baverel-Robert und Olofsson nach jeweils einem Fehlschuss in die Strafrunde mussten, blieb Wilhelm fehlerfrei.

Von da an baute die Deutsche ihre Führung kontinuierlich aus. Auch ein Fehlschuss beim dritten Schießen brachte die zweimalige Olympiasiegerin von Salt Lake City nicht mehr aus der Fassung. Nach dem letzten Schießen ballte sie siegesgewiss die Faust und fuhr mit der deutschen Flagge über die Ziellinie.

Hinter ihr kämpfte Martina Glagow die Russin Achatowa nieder. "Ich habe mein Letztes gegeben beim letzten Anstieg. Als ich oben war, war ich ziemlich kaputt", sagte die Mittenwalderin, die von Platz 17 auf zwei vorfuhr und ihre zweite Silbermedaille nach dem zweiten Rang über 15 Kilometer gewann. Der Erfolg brachte die Abendplanung der deutschen Biathlon-Damen völlig durcheinander. "Wir wollten heute Abend im deutschen Haus gemeinsam essen, aber jetzt müssen wir nach Turin zur Siegerehrung", sagte Glagow.

DPA

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