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Darts-WM 2017: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Titelkämpfen in London

Ab diesem Donnerstag startet die Darts-WM 2017. Auch in Deutschland dürften die Titelkämpfe wieder zahlreiche Zuschauer vor die Fernseher locken. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Event in London zusammengetragen.

Start der Darts-WM 2017: Fans bei der letzten WM im Alexandra Palace in London

Auch bei der Darts-WM 2017 werden die Fans im Alexandra Palace in London für ausgelassene Stimmung sorgen (Archivbild)

An diesem Donnerstag startet die Darts-WM 2017 in London. Auch in Deutschland lockt die Sportart immer mehr Zuschauer vor die Bildschirme, was vor allem den Spartensender Sport1 freut, der die Titelkämpfebereits zum 13. Mal überträgt. Wie verraten, wer in diesem Jahr die Favoriten sind, wie viele Deutsche mitspielen und worauf man achten muss? Antworten auf die wichtigsten Fragen vor dem Beginn des Events.

Wie oft findet die Darts-WM statt? Und wer trägt sie aus?

Im Darts-Sport gibt es zwei große Verbände: Die PDC (Professional  Darts Corporation) und die BDO (British Darts Organisation). Beide tragen jährlich eine Weltmeisterschaft aus. Obwohl die PDC später (1992) gegründet wurde, gilt sie als führender Verband. Die Stars der Szene spielen dort oder sind sogar von der BDO zur PDC gewechselt.  Die Weltmeisterschaft der BDO beginnt traditionell dann, wenn die der PDC beendet ist. Bei der BDO wird nach Geschlecht unterschieden, es gibt also auch eine Frauen-WM.

Wie kann man sich für die WM qualifizieren?

Die meisten Plätze werden nach der sogenannten "Order of Merit", der Weltrangliste vergeben. So qualifizieren sich die 48 besten Spieler dieses Rankings. Zudem erhalten vier Turniersieger und vier weitere noch nicht berücksichtigte Europäer ein WM-Ticket. Max Hopp qualifizierte sich auf diesem Weg. Die 16 Vorrunden-Plätze, die die acht letzten Teilnehmer ausspielen, werden in Turnieren ermittelt. Dragutin Horvat gewann die  Super League Deutschland und löste auf diesem Weg sein London-Ticket.

Auf welche Spieler muss man besonders achten?

Extravagant und dominant: Der Niederländer Michael van Gerwen ist in den vergangenen Jahren zum Superstar der Branche geworden. Seine  Markenzeichen: Grünes Shirt, die Glatze und seine Einlaufmusik "Seven Nation Army" von den White Stripes. "Er ist haushoher Favorit. Wenn er so spielt wie im gesamten Jahr 2016, kann ihn keiner aufhalten", sagt Hopp über van Gerwen. Ebenfalls ein Blickfang: Der Schotte  Peter Wright, bekannt durch seine bunten Klamotten und seine schrillen Frisuren in stetig wechselnder Farbe. Sportlich liegt der Fokus zudem auf dem englischen Rekord-Weltmeister Phil Taylor (14 Titel) sowie Titelverteidiger Gary Anderson aus Schottland.

Welche deutschen Spieler sind bei der WM dabei?

Max Hopp aus Idstein und Dragutin Horvat aus Kassel. In das Turnier werden sie aber erst in der kommenden Woche eingreifen. Der 20 Jahre alte Hopp trifft am nächsten Donnerstag auf den Niederländer  Vincent van der Voort. Horvat winkt bereits am Dienstag bei erfolgreicher Qualifikation ein Match gegen den Australier Simon  Whitlock.

Wie viel Preisgeld erhält der Sieger?

Umgerechnet werden insgesamt rund 1,92 Millionen Euro ausgespielt.  Das Preisgeld steigerte sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich, zum Start 1994 ging es noch um etwa 150.000 D-Mark. Dieses Mal warten auf den Sieger rund 400.000 Euro - und die rund 20 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy.

Wo kann ich die Darts-WM 2017 sehen? Wann wird gespielt?

Der TV-Sender Sport1 überträgt zum insgesamt 13. Mal die WM im Alexandra Palace. Das Sendevolumen aus dem Vorjahr (etwa 90 Stunden) wollen die Ismaninger noch einmal steigern. Auch Streaming-Anbieter "DAZN" überträgt das Event auf seinem kostenpflichtigen  Internetkanal.

Die meisten Spiele finden abends statt. Für gewöhnlich wird täglich ab 20.00 Uhr (MEZ) gespielt, die Sessions dauern bis Mitternacht. An den Weihnachtsfeiertagen wird pausiert, auch Silvester ist spielfrei. An Neujahr hingegen werden die Halbfinals ausgetragen.

mod / DPA

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