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Alexandra Palace Eklat bei Darts-WM: Psycho-Spielchen seines Gegners machen Ex-Weltmeister Anderson stocksauer

Mensur Suljovic (l.) brachte den zweifachen Weltmeister Gary Anderson  im Alexandra Palace mächtig auf die Palme
Mensur Suljovic (l.) brachte den zweifachen Weltmeister Gary Anderson im Alexandra Palace mächtig auf die Palme
© Luke Walker / Getty Images
Darts-Legende Gary Anderson kochte vor Wut: Gegner Mensur Suljovic versuchte im Spiel um den Achtelfinal-Einzug offenbar, den zweifachen Weltmeister durch Psycho-Spielchen aus dem Takt zu bringen. Fast hätte er Erfolg gehabt.

Der Auftritt des zweifachen Darts-Weltmeisters Gary Anderson am Montagabend im Londoner Alexandra Palace hatte es in sich. Allerdings ging es dabei weniger um die durchwachsende Leistung des Schotten, die ihn am Ende knapp ins Achtelfinale brachte, sondern um den Wutanfall, den er nach der Partie hatte. Anderson regte sich so sehr über seinen Gegenspieler auf, den Österreicher Mensur Suljovic, dass er bis zum obligatorischen Siegerinterview lieber etwas Zeit verstreichen ließ und dann trotzdem verbal heftig gegen den Rivalen austeilte.

Man muss dazu wissen, dass Darts spielen viel mit Konzentration zu tun hat. Wird sie gestört, können selbst gestandene Profis schnell aus dem Takt kommen. So war es bei Anderson der Fall, der sich durch das Verhalten seines Kontrahenten massiv beeinträchtigt sah, weil der unausgesprochene Regeln missachtete - offensichtlich mit Absicht.

Suljovic ließ sich viel Zeit beim Werfen

Es begann damit, dass sich Suljovic vor Beginn der Partie an den falschen Tisch stellte, wo die Spieler warten, solange sie nicht werfen. "Vor dem Spiel wurde uns gesagt, an welchem Tischen wir sind und es endete damit, dass ich während des Spiels am falschen Tisch war. Mensur ist an den falschen Tisch gegangen. Ich musste in den sauren Apfel beißen und damit klarkommen. Du läufst auf den Tisch zu, an dem du eigentlich bist, aber da steht dieser Typ im Weg. Mein Kopf ist damit nicht klargekommen, ich habe nach dem ersten Satz den Fokus verloren", wetterte Anderson danach.

Suljovic setzte noch einen drauf und ließ sich bei seinen Würfen viel Zeit. Normalerweise erfolgt der Wechsel mit dem Kontrahenten sehr zügig. Doch der Österreicher, der bekannt ist für seine behäbige Art, ließ es phasenweise sehr gemächlich angehen. Während Anderson schon seine Pfeile aus der Scheibe zog, stand Suljovic noch am Tisch, trank Wasser oder war mit seinen Pfeilen beschäftigt. Anderson rollte genervt mit den Augen. Dass Suljovic auch anders kann, bewies er zwischendurch, als er schneller spielte. "Das war ein absoluter Witz. Ich spiele Darts. Ich wollte immer Darts spielen. Aber das hatte nichts damit zu tun", sagte Anderson nach der Partie.

Doch die Psycho-Spielchen brachten dem Österreicher am Ende nichts ein. Anderson gewann mit 4:3-Sätzen und steht im WM-Achtelfinale.

Quellen:"Sport1.de", "Der Spiegel"

tis

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