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DEUTSCHLANDTOUR: Erik Zabel im Sprint-Pech

Tom Steels verdarb Erik Zabel und dem Team Telekom den Traumstart in die Deutschland-Tour. Der 30-jährige Belgier feierte zum Auftakt der einwöchigen Deutschland-Tour einen gelungenen Einstand.

Tom Steels verdarb Erik Zabel und dem Team Telekom den Traumstart in die Deutschland-Tour. Der 30-jährige Belgier feierte zum Auftakt der einwöchigen Deutschland-Tour einen gelungenen Einstand und gewann am Dienstag den ersten Tagesabschnitt von Hamburg nach Hannover im Massensprint vor Zabel. Dem stürmischen Finale vor dem Rathaus von Hannover war nur 200 m vor dem Ziel ein Sturz vorausgegangen, bei dem sich einige Fahrer verletzten.

Krankheit überwunden

»Die Deutschland-Tour soll mein Test für die Tour de France sein, und der Auftakt konnte für mich gar nicht besser laufen. Ich hoffe, meine Krankheit ist überwunden. Das war heute der erste Sieg für mich in diesem Jahr«, sagte der neunfache Tour de France-Etappensieger Steels, der sich seit Jahresbeginn mit einer Viruserkrankung herumplagte.

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Sturz vor dem Ziel

»Erst einmal ist natürlich Enttäuschung bei uns da. Aber auch mit seinem zweiten Platz hat Erik bewiesen, dass er wieder da ist«, sagte Telekom-Teamchef Mario Kummer. Viel trauriger als Zabel war Lokalmatador Thorsten Wilhelms (Hannover), der sich bei dem Sturz auf der Zielgeraden im Gesicht und am Kopf verletzte und am Mittwoch wahrscheinlich nicht wieder antreten kann. Rund 200 m von seiner Wohnung und dem Zielstrich entfernt, stürzte der Lokalmatador schwer. Der 32-jährige Fahrer aus dem Team Nürnberger blieb mehrere Minuten benommen auf dem Asphalt liegen, erlitt nach der ersten Diagnose aber keine Brüche. Wilhelms wurde mit Gehirnerschütterung, Schürfwunden und schmerzhaften Prellungen in ein Krankenhaus gebracht.

Steels, der bei der Friedensfahrt noch ausgestiegen war, übernahm durch seinen Sieg in Hannover das Weiße Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement, das im Vorjahr David Plaza erobert hatte.

Starker Gegenwind

Über 111 km bestimmten Jörg Ludewig aus dem Team Saeco, Ronny Scholz und Martin Müller (beide Forst) das Rennen. 37 km vor dem Ziel wurden die drei Ausreißer bei starkem Gegenwind vom Feld gestellt. Im Finale versuchten vor allem die Telekom-Fahrer für ihren Top-Sprinter Zabel alle Konkurrenten in Schach zu halten. Ein Sturz nach der Hälfte der Renndistanz hatte der Weltcup-Sieger aus Unna mit einer leichten Ellenbogen-Verletzung weggesteckt.

Die Deutschland-Tour war im dritten Jahr nach ihrer Wiederbelebung am Vormittag in der Hamburger Mönckebergstraße gestartet worden. 142 Profis aus 18 Teams gingen an den Start. Die zweite Etappe führt am Mittwoch von Goslar nach Erfurt über 173 km und bietet die ersten Bergprüfungen.

Die ersten zehn Plätze :

1. Tom Steels (Belgien)

2. Erik Zabel (Unna)

3. Rudi Kemna (Niederlande)

4. Gennadi Michailow (Russland)

5. Robbie McEwen (Australien)

6. Steffen Radochla (Leipzig)

7. Aart Vierhouten (Niederlande)

8. Bo Petersen (Dänemark)

9. Werner Riebenbauer (Österreich)

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