HOME

Mittel "nicht leistungsfördernd": Testosteron beim Kartenspielen - weltbester Bridge-Spieler wegen Dopings gesperrt

Schlechte Karten für Geir Helgemo: Der weltbeste Bridge-Spieler wird für ein Jahr wegen Dopings gesperrt, Spielergebnisse seit der entnommenen Positivprobe werden aberkannt. 

Weltbester Bridge-Spieler dem Doping überführt

Doping im Bridge ist überaus selten (Symbolbild)

DPA

Der Bridge-Weltverband hat den Topspieler Geir Helgemo für ein Jahr wegen Dopings mit synthetischem Testosteron und dem testosteronähnlichen Präparat Clomifen gesperrt. Nach Angaben des Verbandes gab er die Positivprobe bei einem Turnier im September 2018 in Orlando/Florida ab. Der für Monaco startende gebürtige Norweger steht an der Spitze der Weltrangliste.

Doping zieht Geldstrafe und Sperre nach sich

Die Substanzen seien "nicht leistungsfördernd", wird Kari-Anne Opsal, Präsidenten der Norwegischen Bridge-Federation, vom "Guardian" zitiert. Dennoch liege es in seiner Verantwortung, auf der Doping-Liste aufgeführte Mittel nicht einzunehmen. Laut dem Bridge-Weltverband habe Helgemo erklärt, warum er die Substanzen zu sich nehme - nähere Angaben macht die Organisation allerdings nicht dazu. "Ich denke an Geir und hoffe, dass er nach seiner Strafe gestärkt zurückkommt", so Kari-Anne Opsal.

Helgemo habe das Strafmaß akzeptiert, berichtet der "Guardian" weiter. Alle Ergebnisse seit der entnommenen Probe seien annulliert worden, erst ab dem 21. November 2019 sei er wieder spielberechtigt. Darüber hinaus müsse er für die Kosten seiner Anhörung durch den Bridge-Weltverband in Höhe von 3659 Euro aufkommen.

Doping im Bridge ist überaus selten. Zuletzt hatte 2013 der Fall des Italieners Roberto Rivera für Aufmerksamkeit gesorgt, der wegen unerlaubtem Gebrauch von Diuretika - einem harntreibenden Mittel - zu einer einmonatigen Sperre verurteilt worden war.

Quellen: "Guardian", Material der Nachrichtenagentur DPA

UNO-Karten
fs
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity