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EISHOCKEY: Eishockey-Titel-Hattrick für Tschechien

Im Endspiel der Weltmeisterschaft schrieben die tschechischen Eishockey-Cracks Geschichte und stempelten die Finnen zum ewigen Verlierer.

Beim Weltmeister sprudelte der Sekt, der Verlierer tröstete sich mit Brause - im Endspiel-Krimi bei der 65. Weltmeisterschaft in Deutschland schrieben die tschechischen Eishockey-Cracks Geschichte und stempelten die unglücklichen Finnen zum ewigen Verlierer. Als dritte Mannschaft nach Russland und Kanada landeten die Tschechen mit ihrem zehnten WM-Titel den goldenen Hattrick und setzten sich nach 1999 und 2000 zum dritten Mal in Folge die WM-Krone auf. Die makellose Bilanz hatte einen einzigen Schönheitsfehler. In der Vorrunde gab der Weltmeister beim 2:2 gegen Deutschland seinen einzigen WM-Punkt ab.

Wiedersehen in Schweden

Die Tschechen haben schon bald Gelegenheit, sich für diese »Schmach« zu rächen. Bei den Titelkämpfen im kommenden Jahr in Schweden stehen sich die Schützlinge von Bundestrainer Hans Zach und der Olympiasieger von 1998 in der ersten Runde wieder gegenüber. Auch mit der Schweiz, die beim WM-Start vor zwei Wochen mit 3:1 besiegt wurde, feiert die deutsche Mannschaft ein Wiedersehen. Asien-Vertreter Japan ist der dritte Vorrundengegner bei der 66. Weltmeisterschaft.

»Die nächste WM ist noch weit weg. Jetzt genießen wir erst einmal diesen Triumph«, sagte David Moravec, der in der Nachspielzeit seine Mannschaft auf den WM-Thron schoss. Mit seinem vierten WM-Treffer der Linksaußen vom HC Vitkovice unter den kaum 1000 Landsleuten auf den Rängen der Preussag-Arena in Hannover einen kollektiven Freudentaumel aus und versetzte den rund 7000 finnischen Fans einen Schock. Das »Suomi«- Team gab nach den Toren von Juha Lind und Juha Ylönen einen 2:0- Vorsprung aus der Hand und Martin Prochazka und der frühere Berliner Eisbär Jiri Dopita schossen Tschechien in die Verlängerung.

Enttäuschende Russen

Erich Kühnhackl würdigte die Tschechen als »wahren Weltmeister. Sie haben so konstant wie kein anderes Team gespielt«. Schwer enttäuscht war der deutsche Rekord-Torjäger von Russland. Die einstige Eishockey-Großmacht schied im Viertelfinale gegen Bronze- Gewinner Schweden aus und ist seit dem letzten WM-Titelgewinn 1993 in München ohne WM-Medaille.

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