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Eishockey Ingolstadt stürmt an die Spitze


In einer vorgezogenen Partie des 28. Spieltages setzte sich der ERC Ingolstadt mit einem 7:1 in Köln durch und konnte die Tabellenspitze der DEL übernehmen. Einen Rückschlag mussten dagegen die Eisbären hinnehmen.

In einer Nachholpartie des 24. Spieltages empfing der Meister aus Berlin die kriselnden Hannover Scorpions, die nach zuletzt acht Niederlagen hintereinander ein überraschendes Erfolgserlebnis verbuchen konnten.

Dabei hatten die Gastgeber zunächst den besseren Start erwischt. Nach einem Break über Stefan Ustorf und Julian Talbot (16.) waren die Eisbären kurz vor Ende des ersten Drittels in Führung gegangen. Und als Talbot (25.) kurz nach Wiederbeginn einen Schuss von Richie Regehr unhaltbar abfälschte, schienen die Weichen bereits auf Sieg gestellt.

Doppelschlag

Doch nach zwei Treffern innerhalb von 18 Sekunden waren die Niedersachsen zurück in der Partie. Zunächst konnte Jeff Hoggan (28.) verkürzen, kurz darauf fuhren die Gäste ein Break, das Paul Manning zum 2:2 nutzte. Obwohl die Eisbären mehrfach die Gelegenheit hatten, das Spiel wieder zu ihren Gunsten zu wenden, nach einer Spieldauerstrafe gegen Gerrit Fauser (49.) konnten sie zeitweise sogar in doppelter Überzahl agieren, kamen sie zu keinem weiteren Treffer.

Entscheidung durch King

Ein Solo von Scott King (54.) brachte schließlich die Entscheidung. Von Sascha Goc auf die Reise geschickt, konnte er alleine auf das Berliner Tor zulaufen und Kevin Nastiuk überwinden. Durch die Niederlage schafften es die Eisbären nicht, den direkten Kontakt zur Tabellenspitze herzustellen. Die Scorpions dagegen sind durch den Sieg wieder bis auf vier Zähler an einen Playoffplatz herangerückt.

Panther mit der Revanche

Nur 14 Tage nach der Heimspielniederlage gegen Köln konnte sich der ERC Ingolstadt mit einem 7:1-Erfolg für diese Pleite revanchieren und den Ruf als bestes Auswärtsteam der DEL bestätigen. Die Belohnung für das Schützenfest war die Tabellenführung.

Haie beginnen besser

Zwar erwischten die Haie den besseren Start und konnten sich in der Anfangsphase eine ganze Reihe guter Torchancen herausspielen. Doch den eigentlichen Unterschied in dieser Partie machte die Chancenverwertung. Praktisch der erste ernsthafte Angriff des ERC deutete an, wohin an diesem Abend die Reise gehen würde. Einen Doppelpass zwischen Jeremy Reich (5.) und Derek Hahn führte zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führung für die Gäste. Allerdings konnten die Haie durch John Tripp (6.) unmittelbar zurückschlagen.

Doch noch in derselben Minute holte sich der ERC nach einem Konter die Führung durch Tyler Bouck (6.) zurück. In der Folgezeit war Köln bemüht um den Anschlusstreffer, doch nach einem Zwischenspurt der Panther konnte der ERC nach zwei Treffern durch Thomas Greilinger (18./19.) mit einer beruhigenden 3-Tore-Führung in die Pause gehen.

Die Panther legen nach

Nach dem ersten Drittel hatten die Haie den Goalie gewechselt, für Danny aus den Birken stand nun Youri Ziffzer zwischen den Pfosten. Doch der stand erst 92 Sekunden auf dem Eis, da konnten die Gäste bereits wieder jubeln. Jeff Likens hatte von der blauen Linie getroffen.

Als etwa nach der Hälfte der Spielzeit eine Spieldauerstrafe gegen John Tripp ausgesprochen wurde, stellten die Gäste schnell den Endstand her. In doppelter Überzahl erhöht Jakub Ficenec (30.) auf 6:1 für den ERC, bevor Christoph Gawlik 34 Sekunden später, immer noch in einfacher Überzahl, den Sack endgültig zumachte.

Keine Resulatsverbesserung

Die Haie zeigten sich im Schlussdrittel um Ergebniskosmetik bemüht, waren aber nicht in der Lage, Ian Gordon ein zweites Mal zu überwinden. Der ERC Ingolstadt brachte der deutliche Sieg in Köln, Dank des Torverhältnisses, die Tabellenführung vor den punktgleichen Adlern aus Mannheim ein. Köln bleibt auf dem siebten Rang.

Olaf Edig

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