Nachholspiel Amanatidis rettet Funkel in letzter Sekunde


Frankfurts Ioannis Amantidis hat im Nachholspiel gegen Kalrsruhe mit seinem Tor kurz vor Schluss seinem Team den ersten Sieg in dieser Saison beschert und Trainer Friedhelm Funkel vermutlich den Job gerettet.

Benjamin Köhler und Ioannis Amanatidis haben Trainer Friedhelm Funkel wohl den Job beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt gerettet. Die Offensivspieler drehten mit ihren Treffern in der Schlussphase die schon verloren geglaubte Nachholpartie vom 4. Spieltag gegen den Karlsruher SC und schossen die Eintracht zum 2:1 (0:0)-Sieg. Frankfurt sprang dadurch vom letzten auf den 15. Tabellenplatz.

Maik Franz köpfte die Gäste acht Minuten vor dem Ende in Führung. Zwei Minuten später glich Köhler aus, Amanatidis sicherte in der Nachspielzeit sogar noch den ersten Saisonsieg. Funkel kann dem Duell am Samstag bei Energie Cottbus damit schon etwas entspannter entgegenblicken.

Frankfurt setzte kaum spielerische Akkzente

In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit mühte sich die Eintracht zwar, konnte aber kaum spielerische Akzente setzen. Die Verunsicherung war den Hausherren, die aufgrund der brisanten Situation zuvor ein dreitägiges Trainingslager im Westerwald bezogen hatten, deutlich anzumerken. Auch der KSC blieb vier Tage nach der knappen Niederlage gegen Bayern München (0:1) einiges schuldig.

Die einzige vielversprechende Chance der ersten 45 Minuten vergab aber Eintracht-Stürmer Nikos Liberopoulos, dessen Schuss aus 20 Metern nur knapp über das KSC-Gehäuse strich (16.). Der schlaksige Grieche war als einer von vier Neuen für seinen Landsmann Ioannis Amanatidis in die Startelf gerutscht. Der Kapitän saß wegen einer Knieverletzung zunächst nur auf der Bank, wurde dann aber in der 61. Minute eingewechselt und sorgte gleich für Schwung.

"Funkel-raus"-Rufe blieben aus

Die Hessen wurden in einem schwachen Spiel immer dann gefährlich, wenn sie über die Flügel kamen. Besonders Patrick Ochs aber auch der erstmals von Beginn an spielende östrerreichische Nationalspieler Ümit Korkmaz sorgten zumindest für einige gelungene Szenen. Vier Tage nach der Heimpleite gegen Bayer Leverkusen (0:2) wurden die Gastgeber allerdings mit einem Pfeifkonzert in die Kabine geschickt, die in den letzten Wochen fast obligatorischen "Funkel raus"-Rufe blieben bis dato allerdings aus.

Auch nach dem Wechsel erwies sich zumindest die zuletzt wackelnde Eintracht-Abwehr lange als sattelfest. Nicht zuletzt, weil der nach einer Sperre von drei Spielen zurückgekehrte Brasilianer Chris sicher agierte. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse, beide Teams hatten plötzlich Chancen auf weitere Treffer.

In dem Nachholspiel, das am 12. September wegen des beschädigten Rasens nach einem Madonna-Konzert abgesagt werden musste, konnten in Reihen der Frankfurter Ochs sowie Chris überzeugen. Stefano Celozzi und Porcello verdienten sich in der Elf von Edmund Becker, in der Andreas Görlitz nach monatelanger Verletzungspause wegen einer Sprunggelenks-Operation sein Saisondebüt feierte, gute Noten.

Ulrike Weinrich und Marc Schmidt/SID SID

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