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Eishockey-WM 2010: Traum geplatzt: Deutschland scheitert an Russland

Es hat nicht gereicht. Deutschland ist im Halbfinale der Eishockey-WM an Russland gescheitert - trotz sensationeller Führung und großem Kampf. Bundestrainer Uwe Krupp hofft jetzt auf Bronze und meint: "Wir sind schon historisch."

Aus der Eishockey-Traum vom WM-Endspiel: Titelverteidiger Russland hat den sensationellen Lauf der deutschen Auswahl im Halbfinale kurz vor Schluss gestoppt, doch die Chance auf die erste Medaille seit Olympia-Bronze 1976 lebt noch. Nach dem unglücklichen 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) gegen den Rekordweltmeister spielt das trotz der Niederlage zurecht von den Fans gefeierte DEB-Team am Sonntag (16.15 Uhr/Sport 1) in Köln gegen Schweden um Platz drei. Um 20.30 Uhr schließlich wollen die Russen gegen Tschechien den Titel-Hattrick perfekt machen und zum 26. Mal Weltmeister werden.

Erst Pawel Dazjuk rettete 1:50 Minuten vor dem Ende den turmhohen Favoriten per Konter. Kapitän Marcel Goc ließ die erneut über sich hinauswachsenden Gastgeber mit der Führung in der 16. Minute zuvor auf den ersten WM-Sieg über Russland im 37. Vergleich hoffen. Jewgeni Malkin (32.) glich mit seinem fünften Turniertor aus. Ausgerechnet ein Fehler von Philip Gogulla, im Viertelfinale Siegtorschütze gegen die Schweiz, leitete die bittere Entscheidung ein.

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Die Reaktionen

"Jetzt ist man erstmal enttäuscht. Wir waren nah dran, aber nah dran reicht leider nicht. Die haben unsere Fehler ausgenutzt", sagte Verteidiger Christian Ehrhoff und kündigte an: "Wir werden alles geben. Wir können das Turnier noch mit einer Medaille beenden, wer hätte das vor dem Turnier gedacht?" Doch auch Schweden will nach dem 2:3 (1:1, 1:0, 0:1) im Penaltyschießen gegen die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr wie im Vorjahr zumindesten Dritter werden.

Bundestrainer Uwe Krupp meinte unabhängig vom Ausgang des kleinen Finales: "Wir sind schon historisch. Ich glaube, dass wir heute eines unserer besten Spiele gemacht haben. Wir hatten noch die Chancen, ein zweites oder drittes Tor zu schießen. Russland hatte eine Chance und hat das Tor gemacht. Das ist der Unterschied."

Die DEB-Auswahl spielt damit am Sonntag um 16.15 Uhr um Platz drei gegen Schweden und will dort die erste internationale Medaille seit Olympia-Bronze 1976 holen. Rekordweltmeister Russland trifft um 20.30 Uhr im Endspiel auf Tschechien - ein Eishockey-Klassiker.

SID/DPA / DPA

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