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Europa-League-Playoffs: HSV und Werder souverän, Hertha patzt

Lockere Siege: Der Hamburger SV und Werder Bremen stehen nach den Hinspielen der Europa-League-Playoffs mit einem Bein in der Gruppenphase. Zittern muss Hertha BSC Berlin, das gegen Bröndby Kopenhagen eine Niederlage kassierte.

Hamburger SV und Werder Bremen mit souveränen Siegen, Hertha BSC mit Auswärtsniederlage: Nach der 5:1-Gala im Hinspiel der vierten Qualifikationsrunde beim französischen Zweitligisten EA Guingamp kann der HSV in der Fußball-Europa-League ebenso einen Platz für die lukrative Gruppenphase buchen wie die Bremer, die am Donnerstag einen 6:3-Heimsieg mit ärgerlichen Gegentreffern gegen FK Aktobe aus Kasachstan landeten. Die Berliner benötigen nach dem 1:2 bei Bröndby Kopenhagen im Rückspiel nächste Woche unbedingt einen Sieg.

Der HSV ließ auch ohne den verletzten Stammtorwart Frank Rost nichts anbrennen. Mit Toren von Paolo Guerrero (7.), Mladen Petric (11./26./86.) und Marcus Berg (51.) feierte der überlegene Bundesligist gegen den Pokalsieger aus der Bretagne einen klaren Sieg. Den Gegentreffer der Franzosen (88.) verschuldete HSV-Keeper Wolfgang Hesl. In der Schlussphase der einseitigen Partie konnten die Hanseaten sogar einen Gang zurückschalten, um sich für das Topspiel am Sonntag beim VfL Wolfsburg zu schonen. Mit schnellem Angriffs- Fußball, dem die Bretonen wenig entgegenzusetzen hatten, erwischte der HSV einen Blitzstart.

Werder feierte ein Schützenfest mit Schönheitsfehlern. Angetrieben vom überragenden zweifachen Torschützen Mesut Özil (36./67. Foulelfmeter) sorgten vor 21 446 Zuschauern im Weserstadion zudem Sebastian Boenisch (17.), Naldo (36./65.) und Hugo Almeida (60.) für den am Ende deutlichen Heimsieg des Pokalsiegers. Einziger Makel waren die unnötigen Gegentreffer durch Sergej Strukow (21./32.) und Awertschenko (87.). Dennoch dürfte das Weiterkommen der Hanseaten gegen den allenfalls zweitklassigen kasachischen Meister nur noch Formsache sein.

Die Berliner bauen nach der Niederlage bei Bröndby IF auf den Auswärtstreffer. Die Gastgeber waren vor 12 000 Zuschauern überlegen, verstanden es aber in der ersten Hälfte nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Das glückliche 2:1 für den zehnfachen dänischen Meister kam durch ein Eigentor des Herthaners Nemanja Pejcinovic in der 70. Minute zustande. Vorher war das 1:0 für die Gastgeber durch Bishoff in der 53. gefallen. Im Gegenzug konterte der eingewechselte Valeri Domovchiyski eine Minute später nach Vorarbeit von Patrick Ebert. Danach vergaben noch der wiederum auffälligste Herthaner Gojko Kacar und Domovchchiyski Großchancen für die Herthaner, die im zweiten Abschnitt besser ins Spiel kamen. Aber auch am Donnerstag in Kopenhagen war die Sturmschwäche der Hauptstädter, die nach der vergangenen Saison Marko Pantelic und Andrej Woronin ziehen ließen, unübersehbar.

DPA

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