French Open Haas schlägt einen Freund


Thomas Haas ist Nicolas Kiefer in die dritte Runde der French Open gefolgt. Der Tennisprofi aus Hamburg setzte sich in einem deutschen Duell gegen den Frankfurter Alexander Waske durch.

Im zweiten deutschen Duell innerhalb von 48 Stunden hat Thomas Haas auch seinen Freund Alexander Waske bezwungen und steht wie im Vorjahr in der dritten Runde der French Open. Zwei Tage nach dem Erstrunden-Sieg gegen Rainer Schüttler setzte sich der Hamburger Tennisprofi am Donnerstag 6:4, 7:5, 6:7 (6:8), 6:4 gegen Waske durch und folgte Nicolas Kiefer in Paris in Runde drei. Dort trifft Haas am Samstag auf Novak Djokovic aus Serbien-Montenegro, der den an Nummer neun gesetzten Chilenen Fernando Gonzalez schlug. Für den Qualifikanten Dieter Kindlmann ist das Grand-Slam-Abenteuer auf dem roten Sand von Roland Garros nach der zweiten Runde beendet.

Ausgeschieden sind auch Lokalmatador Sebastien Grosjean und Publikumsliebling Marcos Baghdatis. Der Australian-Open-Finalist aus Zypern unterlag dem Franzosen Julien Benneteau ebenso überraschend in fünf Sätzen wie Grosjean dem argentinischen Qualifikanten Martin Vassallo Arguello. Eine Runde weiter sind Rothenbaum-Sieger Tommy Robredo aus Spanien und der Australier Lleyton Hewitt. Auch Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne aus Belgien gab sich beim Zweisatz-Sieg gegen die Weißrussin Anastasia Jakimowa keine Blöße.

"Ich habe mein Soll erfüllt"

"Ich habe mein Soll hier in Paris bereits erfüllt", hatte Waske nach seinem Auftakt-Sieg gegen den Spanier Fernando Vicente gesagt. Insgeheim hatte er jedoch auf eine Überraschung gegen den noch immer verschnupften Haas gehofft, doch der Wahl-Amerikaner ließ sich - im Gegensatz zu Kiefer am Vortag - nur kurz von einer rund zweistündigen Regenunterbrechung aus dem Tritt bringen. Nachdem er sich im dritten Satz noch im Tiebreak geschlagen geben musste, nutzte Haas nach mehr als drei Stunden seinen ersten Matchball zum dritten Erfolg im dritten Aufeinandertreffen mit dem Doppel-Spezialisten Waske.

Für Kindlmann war der spanische Sandplatz-Experte Alberto Martin dagegen eine Nummer zu groß. Zwei Tage vor seinem 24. Geburtstag unterlag der über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommene Münchner dem Weltranglisten-68. klar mit 3:6, 3:6, 3:6. Vor Waske und Kindlmann waren bereits die deutschen Profis Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer, Björn Phau und Schüttler frühzeitig gescheitert.

"Bin sehr enttäuscht"

"Momentan bin ich sehr enttäuscht. Aber ich habe hier so viel gelernt und hoffentlich ein Ausrufezeichen für die Zukunft gesetzt", sagte Kindlmann, der in der ersten Runde überraschend den Rumänen Razvan Sabau bezwungen hatte. Bislang stand der in der Weltrangliste auf Platz 438 notierte Bayer erst einmal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers - bei den Australian Open 2005 verlor er in der ersten Runde gegen Andre Agassi. "Mein Ziel ist es, wieder unter die Top 100 zu kommen", sagte Kindlmann, der nach einer Schulteroperation im Mai des vergangenen Jahres sieben Monate pausieren musste.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker