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Spenden für Hilfsorganisation Für guten Zweck: Mann läuft zehn Marathons in einem Monat

Tom Nevill
Tom Nevill will andere Männer ermutigen, über ihre Probleme zu reden
© Tom Nevill / Samaritans
Tom Nevill weiß, wie es ist, unter psychischen Problemen zu leiden – und er weiß auch, was dagegen helfen kann. Um für das Thema zu sensibilisieren und Spenden zu sammeln, hat er innerhalb eines Monats mehr als 420 Kilometer zurückgelegt.

Tom Nevill war zwölf Jahre alt, als sein Vater verstarb. Der frühe Verlust hat tiefe Spuren hinterlassen im Leben des heute 29 Jahre alten Engländers. Seit dem Tod seines Vaters leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Das Laufen, so erzählt es Nevill auf der Homepage der britischen Hilfsorganisation Samaritans, sei für ihn immer eine Methode gewesen, sich in schweren Zeiten mental zu fokussieren.

Doch Nevills psychische Probleme führten auch zu körperlichen Leiden, die ihn am Laufen hinderten. Das verschlimmerte seinen mentalen Zustand noch zusätzlich. Dank der Organisation Samaritans, die Menschen mit psychischen Problemen und Krankheiten unterstützt, fand er neue Kraft. "Ich habe gemerkt, dass es hilft, wenn man mit jemandem redet", sagt Nevill. Jetzt unterstützt er die Hilfsorganisation mit dem, was er besonders gut kann und macht – Laufen. Für den guten Zweck hat er allein im Monat Juli zehn Mal die Marathonstrecke von 42 Kilometern zurückgelegt.

Laufen und reden gegen psychische Probleme

Die Strecken, die Nevill fast täglich lief, waren unterschiedlich lang, am Ende des Monats aber hatte er sein Ziel erreicht: mehr als 420 Kilometer. Im Rahmen der Aktion "Samarathon" sammelte er damit fast 900 Pfund – ziemlich genau 1000 Euro – an Spenden für die Organisation, die ihm und vielen anderen Menschen geholfen hatte, als sie mit ihrer Psyche kämpften.

Ganz selbstlos war der Zehnfach-Marathon für Tom Nevill aber auch nicht. Während der Zeit des Lockdowns in England kam er so auf andere Gedanken. "Es gab mir einen neuen Fokus, als einige meiner anderen Ziele auf Eis lagen. Außerdem hatte ich etwas, über das ich reden konnte, während sonst nichts im Land passierte", erzählte Nevill dem Portal "Unilad". 

Immer wieder konnte er so das Gespräch mit anderen auch auf die Verluste, die er erleben musste, und seine mentalen Probleme bringen – ein Thema, über das vor allem Männer immer noch nur sehr ungern sprechen. Nevill möchte dazu ermutigen, dass dieses Tabu immer öfter gebrochen wird: "Mein Rat an andere Männer, die Probleme haben, ist, dass Reden wirklich hilft. Oft braucht man nur die Befreiung, es einfach mal rauslassen zu können."

Quellen:Samaritans / "Unilad" / Samarathon

epp

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