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Handball: Kiel gewinnt auch gegen Gummersbach

Der THW Kiel ist weiterhin nicht zu stoppen und hat auch gegen den VfL Gummersbach Sieg Nummer 18 eingefahren. Nach ausgeglichener erster Halbzeit setzte sich der Rekordmeister Anfang des zweiten Durchgangs ab und gewann am Ende mit 28:25. 

Der THW Kiel hat einen Startrekord in der Handball-Bundesliga aufgestellt. Am letzten Spieltag des Jahres 2011 feierte der deutsche Rekordmeister am Montag mit dem 28:25 (11:11)-Sieg beim VfL Gummersbach seinen 18. Saisonsieg in Serie. Mit nunmehr 36:0 Punkten übertrafen die Kieler die alte Bestmarke des TBV Lemgo aus der Saison 2002/2003 von 34:0 Zählern. In der Kölner Lanxess Arena warfen Filip Jicha (11/4) für Kiel und Barna Putics (8) für Gummersbach die meisten Tore. 

Auf dem Weg zum alleinigen Rekord tat sich der THW Kiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Gummersbach schwer. Dem engagierten Auftritt des Europacupsiegers hatte der Bundesliga-Spitzenreiter lange Zeit nur Routine und die individuelle Klasse von Torhüter Thierry Omeyer entgegenzusetzen.

578 Sekunden Torflaute

Gummersbach begann stark und ging nach 8:20 Minuten durch ein Tor von Kreisläufer Patrick Wiencek mit 5:3 in Führung. Danach passiert erst mal lange Zeit nichts. Fehler auf beiden Seiten sowie gute Torhüter verhinderten in den nächsten achteinhalb Minuten weitere Treffer. Den Bann brach der Kieler Filip Jicha mit seinem Tor zum 4:5. Gummersbach musste noch drei weitere Tore hinnehmen, ehe der Heimmannschaft der 6:7-Anschluß durch Putics gelang.

In der Folge blieben die Gummersbacher an den Kieler dran und ließen den Spitzenreiter auf nie mehr als zwei Tore davonziehen. Und die Hartnäckigkeit zahlte sich kurz vor dem Wechsel aus. Zwei Tore in der letzten Minute von Durchgang eins, einer davon zwei Sekunden vor Schluss erneut durch Putics nach einer erfolgreichen Parade von Rezar brachten den Ausgleich zur Halbzeit, mit 11:11 gingen die Teams in die Kabinen.

Hartnäckige Gummersbacher

Zu Beginn der zweiten Hälfte zog der Rekordmeister dann davon. Sechs Treffer in rund zehn Minuten bei nur einem Gegentor sorgten für die beruhigende 17:12-Führung der Kieler. Aber Gummersbach zeigte Kampfgeist und ließ wie schon in Halbzeit eins nicht locker. Die Gummersbacher kamen auf 17:20 heran, mussten die Kieler aber wieder auf 18:24 ziehen lassen. Aber auch davon ließ sich das Heimteam nicht schocken und kämpfte sich wieder bis auf 23:25 heran.

Der Zwei-Tore-Rückstand blieb bis 90 Sekunden vor Schluss. Beim Stand von 25:27 vernagelte dann aber Omeyer seinen Kasten und ließ keinen Treffer mehr zu. Einen Konter schloss Jicha dann zum entscheidenden 28:25 ab. Der Tscheche war neben Omeyer überragender Akteur der Kieler und erzielte elf Treffer, davon vier Siebenmeter. Kiel tat sich zwar schwer gegen den Tabellensechzehnten siegte am Ende aber durchaus verdient. Gummersbach kann aus der Leistung Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen.

Löwen und Lemgo siegreich

Zuvor hatten sich die Rhein-Neckar Löwen und der TBV Lemgo mit Erfolgserlebnissen in die EM-Pause bis zum 7. Februar verabschiedet. Die Mannheimer gewannen beim Bergischen HC mit 34:25 (15:12) und hatten in Nationalspieler Uwe Gensheimer (10/2) ihren besten Torschützen. Lemgo setzte sich bei Eintracht Hildesheim mit 29:24 (15:11) durch.

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