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Manipulationsaffäre im Tennis: Dänen-Schönheit beteuert Unschuld

Die dänische Tennisspielerin Caroline Wozniacki hat keine Angst vor einer Strafe der Profi-Organisation WTA. Die 19-Jährige, die wegen eines Spielabbruchs in den Dunstkreis von Wettmanipulation gerückt würde, ist sich keiner Schuld bewusst: "Mit Wetten habe ich nichts zu tun."

Die unter Manipulationsverdacht stehende Tennis-Weltranglistensechste Caroline Wozniacki fürchtet keine Strafe durch die Profi-Organisation WTA. "Ich habe mit ihnen gesprochen. Es ist keine große Sache" sagte die Dänin zu Beginn des Saisonfinals der besten acht Spielerinnen in Doha. In ihrer fraglichen Partie gegen Lokalmatadorin Anne Kremer in Luxemburg in der vergangenen Woche sei alles sauber abgelaufen: "Es gibt nichts Verdächtiges an diesem Match."

Die Anti-Korruptions-Abteilung der WTA hatte Ermittlungen gegen die 19-Jährige eingeleitet, nachdem sie bei einer 7:5, 5: 0-Führung gegen Kremer wegen einer Beinverletzung aufgegeben hatte. Wozniackis Vater hatte ihr zuvor geraten, das Spiel abzubrechen. Seine Worte waren über ein Mikrofon in der Live-Übetragung im Internet zu hören. "Ich war verletzt. Ich habe nichts falsch gemacht. Mit Wetten habe ich nichts zu tun. Ich bin dagegen", sagte Wozniacki. Sie betonte erneut, tatsächlich verletzt gewesen zu sein: "Ich war am nächsten Tag im Krankenhaus und wurde geröntgt. Ich hatte eine Zerrung."

Wozniacki ist nicht der erste Tennis-Profi, dem solche Betrügereien vorgeworfen werden. Vor zwei Jahren geriet auch der deutsche Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber in den Verdacht, sich an Absprachen beteiligt zu haben. Er wurde entlastet.

In der Tennisszene kursieren schon länger Gerüchte, dass Athleten aus den Ostblockstaaten, aber auch aus Spanien, Italien und Argentinien sich zu einer Art Wettmafia zusammengeschlossen haben. Es werden Informationen ausgetauscht mit dem Ziel, diese Sie gewinnbringend in Wettbüros einzusetzen. Die Verbände ATP und WTA stehen dem machtlos gegenüber. Immer wieder gibt es zwar verschiedene Verdachtsfälle, echte Beweise fehlen aber nach wie vor.

Klaus Bellstedt mit sid

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